Seite auswählen

WEATHERMAN … die perfekte Wetterstation für die Hausautomation

, ,
WEATHERMAN … die perfekte Wetterstation für die Hausautomation
Print Friendly, PDF & Email

1 Warum eine besondere Wetterstation für die Hausautomation ?

Ursprünglich wollte ich ja gar keine Wetterstation selber bauen, sondern wollte die für die Homematic vorgesehene Wetterstation nehmen oder ggf. andere Wetterstationen anpassen. Aber nach dem Studium der technischen Daten kam doch etwas Enttäuschung auf: Einerseits war der Preis ganz schön hoch und andererseits fehlten den typischen Wetterstationen wesentliche Eigenschaften, die insbesondere für die Hausautomation wichtig sind.

Das geht schon beim Regenmesser los: Verwendet wird meist ein sog. Regenmengenmesser mit einem Trichter und einer Messwippe. Beim Durchlaufen von Wasser gibt diese Einrichtung Impulse ab, die dann ausgewertet werden. Bei Beginn eines Regenschauers kann das aber u.U. einige Minuten dauern, bis die Wippe schaltet. In dieser Zeit ist die Markise schon nass, bevor sie automatisch eingefahren werden kann. Auch ein zu lange geöffnetes Dachfenster kann zu unangenehmen Wasserschäden führen. Fazit: Für die Hausautomation braucht man einen sehr schnell reagierenden Regenmelder („one drop only“), der zur Zeit nur mit besonderen zusätzlichen externen Modulen (>>50€) darstellbar ist.

Gleiches „Elend“ bei der Erkennung, ob Sonne scheint oder nicht. Die meist verwendeten Helligkeitssensoren haben eine viel zu geringe Dynamik, um störsicher sowohl im dunklen Winter als auch im hellen Sommer eindeutig den Sonnenschein zu erkennen. Ein sog. Sonnensensor ist hier viel besser geeignet. Ich habe ihn schon seit Jahren mit großem Erfolg in Betrieb und möchte ihn nicht mehr missen. Deshalb gehört ein Sonnensensor unbedingt in eine Wetterstation für die Hausautomation integriert.

Und natürlich ist es für die Hausautomation wichtig, nicht nur zu wissen, ob die Sonne scheint oder nicht, sondern wo genau die Sonne am Himmel steht. Nur so kann man dann erkennen, ob beispielsweise Fenster besonnt sind, die dann ggf. automatisch abgeschattet werden können. Deshalb ist eine Berechnung der Sonnenposition unverzichtbar.

Wetterstationen, die nicht für die Homematic konzipiert sind, können prinzipiell natürlich auch verwendet werden, aber man hat das Problem, die Daten in die Homematic zu bekommen. Zudem sind üblicherweise kein schneller Regenmelder und auch kein Sonnensensor enthalten. Und für mich besonders störend ist die meistens verwendete  Batterie-Stromversorgung. Das ist schon deshalb negativ, weil man üblicherweise eine leistungshungrige Beheizung für den Regenmelder braucht.  All diese Argumente führten mich schließlich zum Selbstbau meiner eigenen Wetterstation WEATHERMAN.

2  Das kann der WEATHERMAN

Der WEATHERMAN ist die Fortsetzung einer Reihe von Sensor- und Aktor-Modulen ( die WIFFIs), die hauptsächlich zur  Erweiterung  und  Ergänzung der Hausautomation mit der Homematic konzipiert sind. Diese Module sind allesamt Funkmodule , die das in nahezu jedem Haushalt vorhandene gesicherte WLAN-Funknetz verwenden, um mit der Homematic-CCU zu kommunizieren.

Der WEATHERMAN hat eine Vielzahl von Sensoren, mit denen folgende Wettersignale messbar sind:

  • Windgeschwindigkeit mittel in m/s
  • Windgeschwindigkeit spitze in m/s
  • Windstärke in Bft
  • Windrichtung als Text und in Grad
  • Aussentemperatur in °C
  • Aussentemperatur gefühlt in °C
  • Taupunkt-Temperatur in °C
  • rel. Luftfeuchte in %
  • abs. Luftfeuchte in g/m3
  • Luftdruckmessung bez. auf N.N. in mb
  • Luftdruck-Trend zur Erkennung von Wetteränderungen 
  • Regenmelder  (one drop only!) mit einstellberer Empfindlichkeit
  • Regenmengenmesser  mit mm/h und mm/24h
  • Sonnensensor mit einstellbarer Schaltschwelle
  • Helligkeitssensor mit sehr weitem Dynamikbereich
  • Berechnung Sonnenstand Azimut
  • Berechnung Sonnenstand Elevation

Die Datenübertragung erfolgt mit dem hauseigenen WLAN. Die Datenübertragung zur Homematic arbeitet völlig automatisch im Hintergrund, indem die Daten auf entsprechende CCU-Systemvariable abgebildet werden. Für die Verwendung in Verbindung mit ioBbroker oder anderen Hausautomationssystemen kann der WEATHERMAN anstatt zur CCU auch JSON Daten an die entsprechende programmierbare Serveradresse versenden. Und natürlich kann man die Wetterstation auch ganz ohne Hausautomation verwenden: dafür hat der WEATHERMAN sogar seine eigene Webseite, womit die Wetterdaten im Heimnetz mit jedem üblichen Browser einfach dargestellt werden können. So  hat man die aktuellen Wetterdaten jederzeit auch auf dem Tablet oder Smartphone im Blick..

Das Erscheinungsbild könnte man zwar mit einer App graphisch aufpeppen, aber der Aufwand war mir einfach zu groß. Schließlich steht die Funktionalität an erster Stelle und die ist mit der aktuellen Webseite voll erfüllt. Aber vielleich findet sich in der Community ein „App-Experte“, der aus der eine alternative Darstellungsmöglichkeit für Smartphone oder Tablet schafft.

3  Nachbau leicht gemacht

Der erste Prototyp meiner Wetterstation war mechanisch und elektronisch komplett im Eigenbau hergestellt. Als Windmesser kam ein kardanisch aufgehängtes Pendel mit einer Kugel als Windfänger zur anwendung. Aus dem Ausschlag des Pendels konnte man Windstärke und Windrichtung gut berechnen. Allerdings war die Konfiguration einfach zu groß und erheblich zu kompliziert für den Nachbau von mechanisch weniger versierten Homematikern. Deshalb wurde diese Lösung nicht weiter verfolgt.

Eine sehr gute Lösung bot sich mit der preiswerten Verfügbarkeit eines Windmessers an, der als Ersatzteil für eine käufliche Wetterstation hier angeboten wird. Dieses Teil W132 hat einen relativ robusten Windmesser mit einer Windfahne für die Windrichtung. Ebenfalls eingebaut ist ein Temperatur- und Feuchtigkeitssensor mit einer eigenen Elektronik, welche  die Daten normalerweise mittels 433Mhz-Sender an die hier nicht verwendete Basisstation sendet. Im folgenden Bild ist das Modul rechts direkt am Mast befestigt.


Insgesamt besteht der WEATHERMAN aus den im Bild gezeigten Modulen, wobei der Regenmengenmesser und das W132 Ersatzteil fertig gekauft werden. Der WEATHERMAN-Controller kann als Bausatz in meinem Webshop gekauft werden. Die sog. Wetterkappe für den optionalen BME280-Sensor ist im 3D-Druck hergestellt und kann im Webshop bezogen werden. Wer einen 3D-Drucker hat, der kann sich mit diesem stl-File das Teil auch selbst ausdrucken.

In der ausführlichen 25-seitigen Bauanleitung wird genau beschrieben, wie die Wetterstation zusammen gebaut wird. Zum Überblick hier nur die wesentlichen Schritte:

Das W132-Modul wird mit einem Kabel modifiziert, so daß die Daten vom WEATHERMAN-Controller verarbeitet werden können. Normalerweise werden die W132-Messdaten intern an den 433Mhz-Sender geschickt und dort ausgesendet. Der WEATHERMAN hört diese Daten einfach ab und dekodiert diese. Die übliche Versorgung des W132 mittels Batterien entfällt, da  das Teil vom WEATHERMAN mit 3,3V versorgt wird. Die dafür notwendige Modifikation des W132 ist relativ einfach: nur drei(!) Leitungen sind für den Anschluss des W132 notwendig. In der Bauanleitung ist detailliert beschrieben, wie die Modifikation des W132 erfolgt. Das folgende Bild zeigt die geöffnete Box des W132 mit den drei verzinnten Leitungen, über die das Modul von aussen mit 3V-Spannung versorgt und das Datentelegramm „angezapft“ wird.

Der WEATHERMAN-Controller ist in einem robusten wassergeschützten Standard-ABS-Gehäuse untergebracht. Dieses Gehäuse nimmt auch den Regensensor, Sonnensensor, Helligkeitssensor und Barometersensor auf.  Hier ein Eindruck vom Innenleben des Hauptgehäuses mit der Ober- und Unterschale:


Den WEATHERMAN-Controller gibt´s nur als Bausatz. Der Nachbau ist auch für den weniger versierten Elektroniker möglich, denn mit dem angebotenen  Bausatz muß man eigentlich nur die mitgelieferte Platine bestücken und sauber verlöten. Der Mikrocontroller WeMos mini wird  bereits komplett programmiert geliefert, so daß man sich nicht mit der Arduino-Entwicklungsumgebung „auseinander setzen“ muß.  Aber man sollte schon etwas Erfahrung mit dem Zusammenbau und Inbetriebnahme von elektronischen Modulen haben! Mit der detaillierten  kann eigentlich  wenig „schief “ gehen, wenn man sorgfältig alle Schritte ausführt, über etwas Löterfahrung und ein Multimeter verfügt.
Der neu entwickelte Regensor ist ein besonderes „Schmankerl“! Dafür wurde eine von unten beheizte Platine mit vergoldeten (Korrosionsschutz!)  Leiterbahnen konzipiert. Ausgewertet wird sowohl die Widerstands- als auch Kapazitätsänderung, wenn ein Regentropfen auf das Messgitter tropft. Damit ist in gewissen Grenzen nicht nur  eine analoge Intensitätsmessung möglich sondern mit einer individuellen Schwellenvorgabe  auch die Schaltempfindlichkeit des Regenmelders einstellbar. Insgesamt ist die Reaktion des Regenmelders inkl. Übertragung zur CCU im Bereich von 1 bis 5sec !!. Mittig im Regensensor ist eine LED integriert, die das Einschalten des Regenmelders signalisiert. Das folgende Bild zeigt links die Sensorfläche und rechts die Unterseite mit den Kontaktstellen für die Heizwiderstände und die mittige  LED.

Zusätzlich ist noch ein typischer konventioneller Regenmengenmesser angebaut, dessen Zählimpulse vom WEATHERMAN ausgewertet werden. Dieses Gerät ist ein im Internet relativ preiswert verfügbares Modul. Kann man beispielsweise bei Aliexpress mit dem Suchwort „rain gauge“ finden.

Für den Nachbau habe ich hier die Einkaufsliste mit Bezugsquellen zusammengestellt. Die zugehörigen aktuellen Preise zeigen, daß der Selbstbau des WEATHERMAN sehr preiswert ist. Mal abgesehen davon, daß die Funktionalität insbesondere im Hinblick auf die Nutzung mit der Hausautomation überragend ist.

4 Programmierung und Einstellung

Der WEATHERMAN verwendet als Mikrocontroller mit WLAN den WeMos mini mit integrierter USB-Schnittstelle. Der WeMos ist vorprogrammiert, lediglich die für das WLAN notwendigen Zugangsdaten für den heimischen Router müssen eingegeben werden. Dies kann sehr komfortabel erfolgen, indem man den WEATHERMAN zur Einstellung als Hotspot arbeiten läßt.  Auf der eigenen Webseite des WEATHERMAN (IP: 192.168.4.1) kann man dann die notwendigen Daten und Einstellungen mit einem normalen Browser durchführen. Dafür sind keinerlei Programmierkenntnisse notwendig, also alles sehr einfach. Die folgenden Schritte zeigen kochrezeptartig das Vorgehen bei geöffnetem WEATHERMAN-Controller Gehäuse:

1.RESET-Taster seitlich am WeMos mini drücken. Einige Sekunden  warten bis die rote LED auf der Platine alle 1sec blinkt (dabei versucht der WEATHERMAN sich ins WLAN einzuloggen, was natürlich wegen des Fehlens der Zugangsdaten noch nicht geht!).

2. Dann den PROG-Taster (der Taster neben dem WeMos) etwa 2sec drücken bis die rote LED im 0,5sec-Takt blinkt. Jetzt ist der WEATHERMAN im Hotspot-Modus.

3. Mit dem Smartphone oder besser Laptop  nach einem Hotspot mit dem Namen „wiffi“ suchen und die Verbindung herstellen. Da es eine gesicherte Verbindung ist, muß beim ersten Zugang das Kennwort „wiffi1234“ eingegeben werden. Danach müßte, wenn alles richtig funktioniert, eine gesicherte Verbindung zum „wiffi“ vorhanden sein.

4. Auf dem so im WLAN eingeloggten Smartphone oder Tablet mit der Adresszeile des Browsers die Hotspot-Webseite des WEATHERMAN  aufrufen mit: 192.168.4.1/?
Die Antwort müßte so aussehen:

:

5. Jetzt die notwendigen Eingaben in der Adresszeile des Browsers machen. Das macht man mit folgenden Befehlen, die immer mit einem Doppelpunkt abgeschlossen werden:
192.168.4.1/?ssid:my_ssid:  dabei ist „my_ssid“ die SSID des eigenen Routers  (Achtung, die SSID darf keinen Doppelpunkt enthalten!)
192.168.4.1/?pwd:my_pwd:  dabei ist „my_pwd“ das Router-Passwort des eigenen Routers (Achtung, das PWD darf keinen Doppelpunkt enthalten!)
192.168.4.1/?ccu:my_ccu:  und „my_ccu“ ist die feste (!) IP der eigenen CCU1 oder CCU2 Wenn alle drei Daten richtig eingegeben sind und auf der Webseite auch richtig angezeigt werden , dann ist der WEATHERMAN startbereit und kann mit dem Befehl:
192.168.4.1/?reset: oder dem Druck auf den RESET-Taster (am WeMos)  neu gestartet werden. Nach einigen Sekunden blinkt die LED  solange im 2sec Takt bis der WEATHERMAN sich im heimischen WLAN eingeloggt hat. Danach sind nur sehr kurze LED-Lichtblitze vorhanden. Diese signalisieren eine erfolgreiche WLAN-Verbindung.

Jetzt kann die Webseite des WEATHERMAN im Heimnetz aufgerufen werden. Dazu schaut man im Router nach, welche IP der WEATHERMAN bekommen hat und ruft dann einfach diese IP auf, indem man diese IP in die Adresszeile des Browsers eingibt. Oder man schreibt einfach in die Adresszeile: weatherman.local.  Allerdings kann diese letzte Methode u.U. in einigen Heimnetzen nicht erfolgreich sein. Ich persönlich verwende immer die IP, dann hat man eine eindeutige Zuordnung. Deshalb stellt man dann auch sinnvollerweise den Router so ein, daß er dem WEATHERMAN immer diese gleiche IP zuteilt. Die Antwort auf den Browseraufruf ist im folgenden Bild dargestellt.


Das ist eigentlich schon alles. Für besondere individuelle Anforderungen gibt es noch mehr Befehle, die oben im Bild aufgelistet sind. Diese Befehle sind aber nur für besondere Anwendungen und werden weiter unten erklärt.

5. Anlernen an die CCU

Die automatische Verbindung zur CCU wird über Systemvariablen hergestellt, deren Namen von mir vorgegeben sind (in rot). Allerdings lassen sich mit dem name-Befehl beliebige andere Namen für die Systemvariablen  definieren. Im ersten Schritt sollte man diese Vorgabe erst mal behalten! Darunter werden auf der WEATHERMAN-Webseite die Sensorsignale der Wetterstation dargestellt.  Diese Werte werden alle 60sec in einem festen Zeitraster aktualisiert, um das Datenaufkommen für die Signalübertragung zu begrenzen. Erst durch Aktualisierung der Webseite oder Klick auf den Link Aktualisierung der Messwerte kann auch außerhalb des Zeitrasters die Anzeige jederzeit aktualisiert werden.

Das Anlernen des WEATHERMAN an die CCU ist sehr einfach, weil für jedes Sensorsignal nur eine korrespondierende Systemvariable angelegt wird. Entsprechend der Vorgabe (rote Namen) sind folgende Systemvariablen in der CCU anzulegen:

w_ip vom Typ „Zeichenkette“
w_temperature vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „°C“
w_windchill vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „°C“
w_taupunkt  vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „°C“
w_humidity vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „%“
w_hum_abs vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „g/m3″
w_wind_avg vom Typ  Zahl mit Maßeinheit m/s
w_wind_peak vom Typ  Zahl mit Maßeinheit m/s
w_windstaerke vom Typ  Zahl mit Maßeinheit bft
w_wind_direction vom Typ „Zeichenkette“
w_wind_dir vom Typ  Zahl mit Maßeinheit °
w_rain_activity vom Typ „Zahl“
w_rain_status vom Typ „Logikwert“
w_rain_intensity vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit mm/h
w_rain_volume_1 vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit mm/1h
w_rain_volume_24 vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit mm/24h
w_barometer vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit mb
w_barotrend vom Typ „Zeichenkette“
w_sun_temp vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „°C“
w_diff_temp vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „°C“
w_sonne_scheint vom Typ „Logikwert“
w_lux vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „lux“
w_elevation vom Typ  Zahl mit Maßeinheit °
w_azimut vom Typ  Zahl mit Maßeinheit °

Es müssen nur diejenigen Systemvariablen definiert werden, die man auch benutzen möchte!

Die Aktualisierung aller genannten  Systemvariablen erfolgt automatisch, aber nur wenn sich die Messwerte ändern. Dadurch wird vorteilhafterweise der Datenfluss stark reduziert.

Anmerkung:
Die oben genannten Systemvariablen sind „normale“ CCU-Systemvariablen, deren Zahl nicht wie bei den HM-Skriptvariablen auf  200 begrenzt ist !

14. Befehlsliste des WEATHERMAN

Auf der Help1-Seite sind Befehle dargestellt, mit denen bestimmte Eigenschaften des WEATHERMAN bei Bedarf geändert werden können. Normalerweise ist dies aber nicht notwendig. Nur bei speziellen Bedürfnissen wie Änderung der Namen für die CCU-Systemvariablen oder Löschung der Router Zugangsdaten etc. sollte man diese Befehle anwenden.

15. Einstellungen im Expertenmodus

Das Gleiche gilt für den sog. Expertenmodus. Normalerweise ist  keine Einstellung notwendig!!!!! Einstellungen sollten auch nur dann vorgenommen werden, wenn man wirklich weiß, was man verändert. Im ungünstigen Fall kann der WEATHERMAN irreparabel beschädigt werden. Hier ist diese Einstellungsseite:

16. Rückstellen in Werkszustand

Manchmal kann es notwendig sein, die im EEPROM abgelegten Daten zu löschen und den WEATHERMAN in den Auslieferungszustand zu versetzen. Hierfür wird durch 1sec-Drücken des PROG-Tasters zuerst der Hotspot-Modus eingestellt, was durch 1sec- Blinken der roten LED angezeigt wird. Danach hält man den PROG-Taster  solange gedrückt, bis die rote LED dauerhaft leuchtet. Jetzt werden die EEPROM-Daten gelöscht. Läßt man die PROG-Taste wieder los, dann startet WIFFI neu und geht automatisch in den Hotspot-Modus, um so wieder neu an den Router angelernt zu werden. Achtung: nie den PROG- und RESET-Taster gleichzeitig drücken, da das Modul dann in den Programmiermodus geht und u.U. die Firmware beschädigt wird.

17. Update des WEATHERMAN

Ein Update des WEATHERMAN kann ohne Demontage bzw. Geräteöffnung komplett über das WLAN erfolgen. Dabei ist der WEATHERMAN vorher im Heimnetz über WLAN eingeloggt und seine Webseite ist mit der vom Router vergebenen IP-Adresse aufrufbar.

Aktuelles Update Zip-Archiv von der Webseite stall.biz runterladen und den *.bin File entpacken und auf dem PC speichern. Achtung nicht das Zip-Archiv zum Update verwenden, das beschädigt u.U. den WEATHERMAN.

Die Update-Seite des WEATHERMAN aufrufen (siehe nächstes Bild). Dort werden zwei Alternativen eines Updates angeboten: das Komplett-Update nur wenn das beim Update-File ausdrücklich angemerkt ist und das normalerweise verwendete Teil-Update.

Das Teil-Update über den Link Teil-Update auslösen und mindestens 15sec warten und erst dann den Link Update-Explorer betätigen.

Nach kurzer Zeit öffnet sich der Browser mit der Möglichkeit per „Durchsuchen“ den neuen update *.bin File einzugeben und dann mit dem Update-Button den Vorgang zu starten:


Nach einigen Sekunden wird ein erfolgreiches Update bestätigt und der WEATHERMAN neu mit der upgedateten Firmware gestartet:

.

und hier sind die neuesten Updates zum runterladen:

Zum Update das ZIP-Archiv runterladen und entpacken. Zum Update nur die *.bin-Datei aus dem zip-Archiv verwenden.

Update 28.08.2017: weatherman_8   Kleine Fehler behoben, alternativ Wetterstation Froggit  WH5300 verwendbar, Betauungsschutz-Heizung  für den Regenmelder implementiert.

Update 01.09.2017: weatherman_9   Verschiedene Fehler behoben, Windchill-Berechnung korrigiert

Update 04.09.2017: weatherman_11  Temperatur- und Feuchte-Berechnung korrigiert, Barometerwert auch korrigierbar

Update 11.09.2017: weatherman_12  schnellere Datenaktualisierung des Regenmelders in der CCU

Update 15.09.2017: weatherman_14  Regenmelder mit zeitlicher Schalthysterese

Update 27.09.2017: weatherman_19  Tauvermeidung auf dem Regensensor durch verbesserte Heizstrategie, PWD- und SSID-Eingabe  ohne Abschluss-Doppelpunkt, zusätzliche I2C-Anschlussmöglichkeit für IR-Temperatursensor MLX90614

Update 03.10.2017: weatherman_24  variable Mittelwertbildung des Windrichtungssignals mit neuem param[17] möglich

… und wo kann man den Bausatz bekommen?

Für den Nachbauer  habe ich Bausätze zusammengestellt. Diese  können bei mir bezogen werden:  WEATHERMAN-Controller Bausatz Wer vorher einen Blick in die Bauanleitung werfen möchte, bitteschön: Bauanleitung

Haftungs- und Sicherheitshinweise

Beim Nachbau müssen natürlich alle wichtigen einschlägigen Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit gefährlichen Spannungen  eingehalten werden. Fundierte theoretische und praktische Fachkenntnisse der Elektrotechnik und für den Umgang mit gefährlichen Spannungen sind unverzichtbar!! Durch eine unsachgemäße Installation gefährden Sie ihr Leben und das Leben ihrer Mitmenschen! Darüberhinaus riskieren Sie erhebliche Sachschäden , welche durch Brand etc. hervorgerufen werden können ! Für alle Personen- und Sachschäden durch falsche Installation etc. ist nicht der Hersteller sondern nur der Betreiber verantwortlich. Ich verweise hier unbedingt auf  die  „Sicherheitshinweise und Haftungsausschluss„-Seite dieses Blogs.

Fähigkeiten

Gepostet am

13. August 2017

87 Kommentare

  1. Die Fritzbox auch so eingestellt, dass der WEATHERMAN immer die gleiche IP zugeteilt bekommt.
    Laut Anleitung kann man es kaum falsch machen

  2. Ist die Fritzbox auch so eingestellt, dass der WEATHERMAN immer die gleiche IP zugeteilt bekommt.
    Das Update funktioniert sehr zuverlässig, wenn Du genau nach Anleitung vorgehst.

  3. Ich arbeite nur mit Chrome bzw. Firefox-Browser, auch eine Wiederholung der Adresszeile brachte kein Ergebnis,
    ich habe eine Fritzbox darin war keine neue IP sichtbar

  4. Wenn Du den Safari-Browser verwendest, dann kann es sein, daß der Browser nicht lange genug wartet und schon bevor er eine Antwort bekommt eine Fehlermeldung macht. Dann einfach in die Adresszeile den Befehl nochmals eingeben: /update:p

    Je nach Komplexität Deines WLAN-Netzes und Routertyp kann es selten vorkommen, daß für das Update der Router dem WEATHERMAN eine neue Adresse zuteilt. Schau dazu ggf. im Router nach, ob irgendwelche devices mit ESPxyz mit einer anderen IP als vorher eingeloggt sind. Wenn ja, dann diese IP nehmen und den o.g. update-Befehl in die Adresszeile eingeben.

  5. Ich kann kein Firmware-Update durchführen, wenn ich auf den Link Teil-Update klicke, kommt nach einiger Zeit folgende Anzeige „Not found: /update:p“ und die LED blinkt sehr schnell

  6. @Eugen: es hat funtioniert ich habe nach WEATHERMAN gesucht und ESP-53D738 gefunden

  7. Ja, diese Zeichen sind erlaubt.
    Aber du kannst doch im Hotspotmodus (192.168.4.1) auf der Seite direkt sehen, ob und welches PWD und SSID der WEATHERMAN angenommen hat.

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Translate »