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WIFFI-voice … Hausautomation mit Ansage

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WIFFI-voice … Hausautomation mit Ansage
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Firmware-Update 01.11.2017: schnellere Browseranzeige und JSON-Ausgabe 

1  Wofür den WIFFI-voice ?

Die Reihe der verschiedenen WIFFIs wird mit dem WIFFI-voice folgerichtig ergänzt. Während der WIFFI-wz mit seiner Sensorik hauptsächlich für die Hauptwohnräume wie das Wohnzimmer gedacht ist, kann man den WIFFI-voice für nahezu alle anderen Räume verwenden. Dabei läßt sich der WIFFI-voice sehr gut in Verbindung mit der Homematic verwenden, aber da auch andere Datenformate wie JSON unterstützt werden, steht der Verwendung mit anderen Systemen der Hausautomation nichts entgegen. Ja sogar ganz ohne ein bestimmtes Hausautomationssystem läßt sich der WIFFI-voice verwenden, da er komplett über seine eigene Webseite fernbedienbar ist. So ist die Investition offen auch für zukünftige neue Systeme der Hausautomation.

2  Die technischen Daten

Bei der Konzeption des WIFFI-voice wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, daß die Kombination der Sensoren und Aktoren möglichst gut auf die Anforderungen für eine Raumüberwachung abgedeckt ist.  Dabei sollte alles in einem Gerät integriert sein, so daß „fliegende“ Gerätschaften möglichst vermieden werden. Auch ist die Verwendung kleiner Netzteile anstelle von Batterien ein wesentlicher Teil des Konzepts, weil ein regelmäßiger Batteriewechsel nicht nur nervig sondern auch teuer ist. Und schließlich wird als drahtlose Kommunikation das fast in jedem Haushalt verfügbare WLAN verwendet, welches auch nicht die 1%-Sendebegrenzung der 868Mhz-Geräte hat. Hier nun die technischen Daten:

  • einfache Einbindung ins  WLAN mit Hotspot-Funktion für Router-Dateneingabe
  • empfindlicher  Geräuschmelder mit Erkennung des Geräuschpegels sowohl als Mittelwert und Spitzenwert der letzten  3 Minuten
  • zwei Infrarot-Bewegungsmelder 90° versetzt, um einen Raum auf Bewegungen abzutasten
  • Temperaturmessung mit Temperatursensor mit DHT22 (im Lieferumfang enthalten) oder alternativ mit dem BME280 oder SHT21 ( nicht im Lieferumfang)
  • Messung der relativen Luftfeuchte mit DHT22 (im Lieferumfang enthalten) oder alternativ mit dem BME280 oder SHT21 ( nicht im Lieferumfang)
  • Berechnung der absoluten Luftfeuchtigkeit (g/m3) und der Taupunkt-Temperatur für Lüftungssteuerungen  und Schimmelwarnungen
  • zwei Eingabetaster für die Auslösung  von beliebigen Ereignissen bzw. Schalten von Aktoren über die  CCU
  • MP3-Sprachausgabe von selbst programmierbaren Ansagetexten und Geräuschsignalen von micro-SD-Karte (bis 32GB)
  • 3W-Stereo-Verstärker integriert
  • integrierter Mini-Lautsprecher
  • optionales formschönes Kubus-Gehäuse als  3D-Druck, passend für die einfache Montage von Platine und Lautsprecher
  • LED-Anzeigen für Bewegungs- und Geräuschmelder
  • Programmierung der Zugangsdaten für das häusliche WLAN einfach mit Smartphone oder Notebook
  • updatefähig über WLAN
  • alternativ zum DHT22  verwendbar: I2C-Schnittstelle für Anschluss spez. Sensoren
    wie SHT21(Temperatur & Feuchte),  BME280 (Luftdruck & Temperatur & Feuchte), BH1750 (Helligkeit)
  • optional verwendbar: USB-Schnittstelle des verwendeten WeMos mini für eigene Anpassungen mit der Arduino Entwicklungsumgebung

Die folgenden Bilder geben einen Eindruck vom „Innenleben“ des WIFFI-voice: voice_funktion Damit der WIFFI-wz auch im Zimmer eine gute Figur macht und an geeigneten Stellen optisch ansprechend platziert werden kann, wurde für optional Verwendung ein kubisches Gehäuse entwickelt. Dieses nimmt die Platine mit allen Sensoren auf und ist im 3D-Druckverfahren hergestellt. Es muß nicht nachbearbeitet werden, da bereits alle Bohrungen und Ausschnitte enthalten sind. voice_blume voice_hand Das verwendete Kunststoffmaterial ist PLA-Filament. Deshalb ist kein Betrieb im Aussenbereich mit direkter UV-Bestrahlung  möglich. Das Gehäuse ist formstabil bis ca. 60°C, was für den sinnvollen Betrieb des WIFFI-voice mit eingebautem Temperatursensor normalerweise ausreichend sein sollte. Die Oberfläche ist nicht völlig glatt sondern hat aufgrund des Herstellverfahrens eine schichtweise Struktur wie man in den beigefügten Bildern erkennen kann. Das Gehäuse hat auf der Unterseite eine gebogene eingeklipste Platte für den Mini-Lautsprecher. Seitlich sind noch ausreichende Schlitze, damit die Eigenerwärmung der Platine  mit den seitlichen  Lüftungsschlitzen abgeführt wird. Der Temperatursensor ist ganz unten montiert, damit Fehlmessungen durch thermische Effekte im Gehäuse möglichst gering sind. voice_speaker Wer Lust auf „Modding“ hat der das Gehäuse noch weiter „veredeln“ . Dazu sind die Gehäuseflächen möglichst glatt zu schleifen und ein sog. Dickschichtfüller aufzutragen (aus dem Autozubehörhandel). Dann kann man abschließend mit Acryllack die Deckschicht in der gewünschten Farbe aufbringen. Das Gehäuse ist als 3D-Ausdruck in meinem Webshop als Option für den WIFFI-voice verfügbar. Wer einen eigenen 3D-Drucker hat, der kann auch das Gehäuse selber ausdrucken. Hier die 3D-Datenfiles dazu:   WIFFI-voice Gehaeuse 3D-Files Übrigens… unter Windows 10 kann man sich das Gehäuse mit dem standardmäßig verfügbaren Programm  3D Builder ansehen und ggf. editieren bzw. anpassen.

3 Bauanleitung und Nachbau

Den WIFFI-voice gibt´s nur als Bausatz. Der Nachbau ist auch für den weniger versierten Elektroniker möglich, denn mit dem angebotenen  Komplettbausatz muß man eigentlich nur die mitgelieferte Platine bestücken und sauber verlöten. Der Mikrocontroller WeMos mini wird  bereits komplett programmiert geliefert, so daß man sich nicht mit der Arduino-Entwicklungsumgebung „auseinander setzen“ muß.  Wer das aber doch möchte, der kann das tun, denn der Source-Code ist hier veröffentlicht und mit der Arduino-IDE und der USB-Schnittstelle am WeMos lassen sich sogar  eigene Programme in den WIFFI-voice laden.   Aber man muß schon etwas Erfahrung mit dem Zusammenbau und Inbetriebnahme von elektronischen Modulen haben! Mit der detaillierten Bauanleitung kann eigentlich  wenig „schief “ gehen, wenn man sorgfältig alle Schritte ausführt, über etwas Löterfahrung und ein Multimeter verfügt.

4 Programmierung und Einstellung

Der WIFFI-voice verwendet als Mikrocontroller mit WLAN den WeMos mini mit integrierter USB-Schnittstelle. Der WeMos ist vorprogrammiert , lediglich die für das WLAN notwendigen Zugangsdaten für den heimischen Router müssen eingegeben werden. Dies kann sehr komfortabel erfolgen, indem man den WIFFI-voice als Hotspot arbeiten läßt.  Auf der eigenen Webseite des WIFFI-voice kann man dann die notwendigen Daten und Einstellungen mit einem normalen Browser durchführen. Dafür sind keinerlei Programmierkenntnisse notwendig, also alles sehr einfach und durch die Sprachausgabe des WIFFI-voice unterstützt :)) Die folgenden Schritte zeigen kochrezeptartig das Vorgehen: 1. Stromversorgung einstecken oder RESET-Taster am WeMos mini drücken. Etwa 20sec warten bis die rote LED  alle 2sec blinkt (dabei versucht der WIFFI sich ins WLAN einzuloggen, was natürlich wegen des Fehlens der Zugangsdaten noch nicht geht). Parallel informiert der WIFFI-voice den User über den Stand des  Einloggvorgangs mit entsprechenden Ansagen. 2. Dann den PROG-Taster (der Taster neben dem WeMos) etwa 2sec drücken bis die rote LED im 1sec-Takt blinkt.  Jetzt ist der WIFFI-voice im Hotspot-Modus. 3. Mit dem Smartphone oder besser Laptop  nach einem Hotspot mit dem Namen „wiffi“ suchen und die Verbindung herstellen. Da es eine gesicherte Verbindung ist, muß beim ersten Zugang das Kennwort „wiffi1234“ eingegeben werden. Danach müßte , wenn alles richtig funktioniert, eine gesicherte Verbindung zum „wiffi“ vorhanden sein. 4. Auf dem so im WLAN eingeloggten Smartphone oder Tablet in die Adresszeile des Browsers die Webseite des WIFFI-voice  aufrufen mit: 192.168.4.1/? Die Antwort sieht dann so aus: 5. Jetzt die notwendigen Eingaben in der Adresszeile des Browsers machen. Das macht man mit folgenden Befehlen, die immer mit einem Doppelpunkt abgeschlossen werden: – 192.168.4.1/?ssid:my_ssid:  dabei ist „my_ssid“ die SSID des eigenen Routers  (Achtung, die SSID darf keinen Doppelpunkt enthalten!) – 192.168.4.1/?pwd:my_pwd:  dabei ist „my_pwd“ das Router-Passwort des eigenen Routers (Achtung, das PWD darf keinen Doppelpunkt enthalten!) – 192.168.4.1/?ccu:my_ccu:  und „my_ccu“ ist die feste (!) IP der eigenen CCU1 oder CCU2 Wenn alle drei Daten richtig eingegeben sind und auf der Webseite auch richtig angezeigt werden , dann ist der WIFFI-voice startbereit und kann mit dem Befehl: – 192.168.4.1/?reset: oder dem Druck auf den RESET-Taster (am WeMos)  neu gestartet werden. Nach etwa 15 bis 30 sec blinkt die LED  solange im 2sec Takt bis der WIFFI sich im heimischen WLAN eingeloggt hat. Danach, im normalen Betrieb,  blinkt die rote LED immer dann, wenn der rechte Bewegungsmelder auslöst. Beim linken Bewegungsmelder schaltet analog die grüne LED. Jetzt kann die Webseite des WIFFI-voice im Heimnetz aufgerufen werden. Dazu schaut man im Router nach, welche IP der WIFFI bekommen hat und ruft dann einfach diese IP auf, indem man diese IP in die Adresszeile des Browsers eingibt. Oder man schreibt einfach in die Adresszeile: wiffi_voice.local.  Allerdings kann diese letzte Methode u.U. in einigen  Heimnetzen nicht erfolgreich sein. Ich persönlich verwende immer die IP, dann hat man eine eindeutige Zuordnung. Deshalb stellt man dann auch sinnvollerweise den Router so ein, daß er dem WIFFI-voice immer diese gleiche IP zuteilt. Die Antwort auf den Browseraufruf ist im folgenden Bild dargestellt. Das ist eigentlich schon alles.  Für besondere individuelle Anforderungen gibt es noch mehr Befehle, die oben im Bild aufgelistet sind. Diese Befehle sind aber nur für besondere Anwendungen und werden weiter unten erklärt. Die automatische Verbindung zur CCU wird über Systemvariablen hergestellt, deren Namen von mir vorgegeben sind (in rot). Allerdings lassen sich mit dem name-Befehl beliebige andere Namen für die Systemvariablen  definieren. Im ersten Schritt sollte man beim ersten WIFFI im Heimnetz diese Vorgabe erst mal behalten! Der WIFFI teilt über eine Systemvariable der CCU auch seine eigene Adresse mit. So ist der WIFFI ganz einfach auch über die CCU steuerbar. Darunter werden auf der WIFFI-Webseite die Sensorsignale des WIFFI-voice dargestellt.  Diese Werte werden nicht automatisch in einem festen Zeitraster aktualisiert, um das Datenaufkommen für die Signalübertragung zu begrenzen. Erst durch Aktualisierung der Webseite oder Klick auf den Link Aktualisierung der Messwerte wird die Anzeige auch aktualisiert. Vielleicht erklärt  sich ein User bereit, eine APP zur Abfrage des WIFFI-voice zu schreiben. Dann wird das Ganze noch „schöner“. Die Webseite des WIFFI-voice dient  hauptsächlich zum komfortablen Einstellen und Anschauen der Daten. Die Kommunikation mit der CCU läuft im Hintergrund völlig automatisch ab!

5 Anlernen an die CCU

Das Anlernen des WIFFI-voice an die CCU ist sehr einfach, weil für jedes Sensorsignal nur eine korrespondierende Systemvariable angelegt wird. Entsprechend der Vorgabe (rote Namen) sind folgende Systemvariablen in der CCU anzulegen: v_ip vom Typ „Zeichenkette“ v_noise_avg vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „%“ v_noise_peak vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „%“ v_Tast_links vom Typ „Logikwert“ v_Tast_rechts vom Typ „Logikwert“ v_motion_left vom Typ „Logikwert“ v_motion_right vom Typ „Logikwert“ v_temp vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „°C“ v_hum vom Typ „Zahl“ mit Maßeinheit „%“ Die Aktualisierung aller genannten  Systemvariablen erfolgt automatisch, aber nur wenn sich die Messwerte ändern. Dadurch wird vorteilhafterweise der Datenfluss stark reduziert. Will man andere Namen für die Systemvariablen verwenden, kann man diese mit dem name-Befehl ändern (siehe weiter unten). Im ersten Schritt würde ich aber erst mal alles so  lassen, weil sonst nur unnötige Fehler entstehen. Spätestens aber mit dem zweiten WIFFI-voice im Heimnetz muß dies getan werden, um eine eindeutige Zuordnung zu behalten.

6 Anzeige der LEDs

Die blaue LED zeigt mit der Leuchtintensität die Stärke des Geräusches an.  Damit die LED nicht hektisch flackert, wenn dynamische Geräusche vorhanden sind, wird dieses Signal stark „geglättet“. Die rote LED zeigt verschiedene Betriebszustände und Meldungen an. Wenn der WIFFI-voice nach dem Reset versucht sich in das WLAN einzuloggen, dann leuchtet diese LED im 2sec Takt. Wenn das Einloggen erfolgreich war, dann zeigt alle 2sec  ein regelmäßiger „Herzschlag“  den ordnungsgemäßen Betrieb an:

> Ein ganz schwacher kaum sichtbarer einfacher Blitz signalisiert, daß weder WLAN- noch CCU-Verbindung da sind. > Ein etwas längerer einfacher Blitz signalisiert eine bestehende Verbindung mit dem WLAN > Ein Doppelblitz signalisiert die Verbindung mit WLAN und CCU

Aber dabei ist zu beachten, daß diese Blitzsignale von dem Status des rechten (aus Sicht des Versorgungssteckers)   Bewegungsmelders überschrieben wird, d.h. wenn dieser  Bewegungsmelder „anschlägt“, dann leuchtet die rote LED entsprechend dem Ausgangssignal des Bewegungsmelders. Die grüne LED zeigt nur den Status des linken (aus Sicht des Versorgungssteckers)  Bewegungsmelders an. Für die CCU werden die Signale der Bewegungsmelder standardmäßig auf 1min verlängert und bei jeder weiteren Bewegung nachgetriggert. Diese Zeit kann mit dem param(0) (Expertenmodus) beliebig eingestellt werden.

7 Verwendung des Geräuschsensors

Die Mikrofonsignale werden verstärkt und eine Art Effektivwert mit einem Operationsverstärker ermittelt. Entsprechend dem Schallpegel schwankt dieser Wert zwischen 0 und etwa 3V. Dieses Signal wird dem analogen Eingang des Mikrocontroller zugeführt und von diesem ausgewertet. Wenn man dieses u.U. stark schwankende Schallpegelsignal der CCU zuführen würde, dann entstünde sehr viel Datentraffic, den die CCU u.U. nicht verarbeiten kann. Deshalb sind aktuell zwei Algorithmen zur Vorbearbeitung des Schallsignals im WIFFI-voice integriert: Mit einer Mittelwertbildung über die letzten 60sec wird ein Geräuschwert abgeleitet und als Wert zwischen 0 und 100 auf die CCU-Systemvariable  v_noise_avg übertragen. Damit lassen sich dann Schaltvorgänge oder Aktivitäten auslösen , die beispielsweise die Anwesenheit von mehreren Menschen im Raum signalisieren. Beispielsweise kann eine Lüftung eingeschaltet werden oder ein eingeschaltetes Fernsehen signalisiert werden oder, oder… Mit einer Spitzenwertmessung wird der Spitzenwert des Geräuschpegels in den letzten 60sec erfasst und als Wert zwischen 0 und 100 zur  entsprechenden CCU-Systemvariablen  v_noise_peak übertragen. Dieser Wert ist dafür geeignet, besonders schnell auf Geräuschanstieg  im Raum zu reagieren. Auslösen kann man damit beispielsweise eine Treppenhausbeleuchtung oder einfach die Anwesenheit im Raum schnell signalisieren.

8 Ausgabe von MP3_ansagen

Eine besondere  Eigenschaft des WIFFI-voice ist die flexible Ausgabe von Sprach- oder  Tonsignalen. Nicht nur eigene Meldungen können mit dem integrierten Lautsprecher ausgegeben werden, sondern beim Start des WIFFI-voice oder beim Einloggen ins WLAN werden wichtige Statusansagen gemacht, die den Nutzer so über des Zustand des Gerätes akustisch informieren. Die entsprechenden Ton- und Sprach-„Schnipsel“ können  als mp3-Files auf einer Micro-SD-Karte gespeichert werden. Für das MP3-Modul ist eine mit FAT32 zu formatierte MicroSD  (bis zu 32GB)  mit den gewünschten Ansagefiles zu programmieren. Dazu sind  die Ansage- und Geräuschfiles  im MP3 Format herunter zu laden und damit die SD-Karte zu programmieren. Wichtig ist, daß die mp3-files nicht direkt im Root-Verzeichnis der Micro-SD sondern in einem Unterverzeichnis mit dem Namen mp3 gespeichert sind. Natürlich kann man eigene Ansagefiles hinzufügen, man sollte nur darauf achten, daß die jedem Filenamen vorangestellte Nummer von 0001 bis 0255 nur einmal vorkommt. Auch sind bereits einige Files für den WIFFI-voice reserviert, so daß man sinnvollerweise immer neue Files hinzufügt. Bei bis zu 255 möglichen Files reichen die Möglichkeiten hierfür sicher aus. Hier sind die MP3-Files zum Download Mit jedem üblichen Browser kann man nun die Tonausgabe eines beliebigen abgespeicherten MP3-Files auslösen. Dazu muß man aber die dem WIFFI-voice im Router vergebene IP-Adresse wissen. Bei mir hat der WIFFI-voice  eine feste IP-Adresse 192.168.178.87 im Router zugewiesen bekommen. Dementsprechend ist der „sound“-Ausgabe-Befehl in der Adresszeile des  Browsers: 192.168.178.87/?sound: 31:1:   „1“ ist die Nummer des MP3-Files und die vorangestellte „31“ ist die Lautstärke (zwischen 0 =  leise und 31 = laut) Zur Ausgabe von Listen oder zusammengesetzten Sätzen werden einfach bis zu 27 weitere Dateinummern angehängt. Beispiel: 192.168.178.87/?sound: 31:1:2:15:18:255: Mit einer so aufgebauten Kommandozeile läßt sich der WIFFI-voice auch von der CCU mit einem entsprechenden HM-Skript steuern. Da in der CCU automatisch die aktuelle IP des WIFFI-voice in der Systemvariablen wz_ip abgelegt ist, kann man auch bei dynamischer IP-Adressenvergabe die Tonausgabe von gespeicherten mp3-Files  mit folgendem  HM-Skriptes auslösen. Zum Beispiel so: sound_skript und das zugehörige HM-Skript ist:  

HM-Skript   
!hiermit wird beim WIFFI-voice der mp3-file 0101 mit Lautstaerke 31 ausgegeben 
string befehl = "/?sound:31:101:";   !hier erfolgt deine individuelle Anpassung 
string IP = dom.GetObject("v_ip").Value();  !in der CCU muss die systemvariable v_ip vorhanden sein
var send_data = "http://" + IP  + befehl; 
!WriteLine(send_data);
string stdout; string stderr;           
system.Exec("wget -q -O - '"#send_data#"'", &stdout, &stderr);
Natürlich kann man das Skript statt mit dem system.Exec Befehl auch mit analogen CuxD-Befehlen starten; das hat den Vorteil einer stabileren Arbeitsweise. Mehr dazu im Homematic-Forum.

9 Verwendung der Bewegungsmelder

Die IR-Bewegungsmelder werden in die dreipoligen Fassungen auf der Platine eingesteckt. Vorher sind beide Einstelltrimmer in der Aufsicht erst mal ganz nach links bis zum Anschlag zu drehen. Der Jumper kann wie im Bild gesteckt werden, dann löst er aus und schaltet erst mal ab, bevor er wieder neu triggerbar ist. In der anderen Jumperposition ist der Bewegungsmelder re-triggerbar, d.h. er bleibt kontinuierlich eingeschaltet, wenn Bewegung vorliegt. Ich bevorzuge diese Position!  Mehr dazu im Datenblatt SR501 Das Potentiometer für die Einschaltdauer (im Bild unten das rechte Poti) bleibt immer auf kürzeste Zeit eingestellt, da der WIFFI-voice die Zeit automatisch auf einen auf der Expertenseite  (param 0 ) einstellbaren Wert (standardmässig  60sec) verlängert. Mit dem  linken Poti kann durch Verdrehung nach rechts die Empfindlichkeit gesteigert werden. Die Empfindlichkeit sollte aber möglichst  weit nach links gedreht sein, weil eine zu hohe Empfindlichkeit, abhängig von Toleranzen des IR-Moduls und möglichen Störeinstrahlungen des  WLAN-Moduls, manchmal zu Fehlauslösungen führen kann. Insgesamt ist die optimale Einstellung der oft sehr unruhigen IR-Bewegungsmeldern immer eine sensible und zeitaufwendige Sache, weil nach jeder Veränderung der Potentiometer die Module einige Zeit brauchen, um sich zu „beruhigen“. Ich kenne leider keine IR-Bewegungsmelder, bei denen das nicht so ähnlich ist ! In der Bauanleitung ist beschrieben, wie man die Bewegungsmelder durch einen zusätzlichen Kondensator „beruhigen“ kann. Diese Lösung ist absolut empfehlenswert, da die Melder auch leicht durch elektromagnetische Einstrahlungen ungewollt auslösen.

10 Verwendung der Tasterschalter

Im WIFFI-voice sind zwei Taster-Eingänge integriert, die sich sehr flexibel einsetzen lassen. Die Drucktaster sind im optionalen Gehäuse an der Kubus-Oberseite einfach zu bedienen. Mit entsprechenden WebUI-Programmen auf der CCU lassen sich dann alle möglichen Schaltaufgaben auf Knopfdruck erledigen, beispielsweise Raumlicht an/aus oder Fernsehen an/aus oder, oder …

11 Messung Temperatur und Feuchte

Die Messung der Raumtemperatur und der Luftfeuchte erfolgt standardmässig mit einem DHT22-Sensormodul. Die Messwerte sind dann automatisch in der CCU verfügbar mit den entsprechenden Systemvariablen v_temp und v_hum. Steuern und regeln kann man damit beispielsweise die Heizung im Raum oder die Belüftung aktivieren.

12 Schaltuhr

Die integrierte Schaltuhr ist ein nettes „Gimmick“, um unabhängig von der CCU beliebige  akustische Meldungen über das MP3-Modul auszugeben. Dazu sind mit dem alarm-Befehl auf der Webseite der WIFFI-voice die „Weckzeiten“ mit der zugehörigen MP3-Tonausgabe zu programmieren. Mehr dazu auf der Help1-Webseite des WIFFI.

13 Experteneinstellungen und Informationen

Mit folgenden Befehlen kann der WIFFI-voice  auf seiner Einstell-Webseite mit der über den Browser eingestellt oder bedient werden. Die aktuell verfügbaren Befehle lassen sich auf der Help1-Seite abrufen:

Expertenmodus

Normalerweise ist im Expertenmodus keine Einstellung notwendig!!!!! Einstellungen sollten auch nur dann vorgenommen werden, wenn man wirklich weiß, was man verändert. Im ungünstigen Fall kann der WIFFI-voice beschädigt werden und muß ggf. neu programmiert werden.

14 Datenausgabe im JSON-Format

Ein optionaler Abruf der aktuellen Sensordaten des WIFFI-voice im JSON-Format ist mit dem json-Befehl einfach möglich. Entweder man gibt im Browser den Befehl ein oder man schickt von einem Homeserver den json-Befel an den WIFFI-voice. Die zurückgeschickte Antwort ist dann etwa so :



15 Update des WIFFI-voice

Ein Update des WIFFI-voice kann ohne Demontage bzw. Geräteöffnung komplett über das WLAN erfolgen. Dabei ist derWIFFI-voice vorher im Heimnetz über WLAN eingeloggt und seine Webseite ist mit der vom Router vergebenen IP-Adresse aufrufbar.

Aktuelles Update Zip-Archiv von der Webseite stall.biz runterladen und den *.bin File entpacken und auf dem PC speichern. Achtung nicht das Zip-Archiv zum Update verwenden, das beschädigt u.U. den WIFFI-voice.

Die Update-Seite desWIFFI-voice aufrufen (siehe nächstes Bild). Dort werden zwei Alternativen eines Updates angeboten: das Komplett-Update nur wenn das beim Update-File ausdrücklich angemerkt ist und das normalerweise verwendete Teil-Update (folgende Bilder sind vom WEATHERMAN, sind aber beim WIFFI-voice bis auf die Überschrift gleich).

Das Teil-Update über den Link Teil-Update auslösen und mindestens 15sec warten und erst dann den Link Update-Explorer betätigen.

Nach kurzer Zeit öffnet sich der Browser mit der Möglichkeit per „Durchsuchen“ den neuen update *.bin File einzugeben und dann mit dem Update-Button den Vorgang zu starten:


Nach einigen Sekunden wird ein erfolgreiches Update bestätigt und der WEATHERMAN neu mit der upgedateten Firmware gestartet:

.

… und hier sind die neuesten Updates zum runterladen:

Zum Update das ZIP-Archiv runterladen und entpacken. Zum Update nur die *.bin-Datei verwenden.

26.10.2016: wiffi_voice_12

01.12.2016: wiffi_voice_18  Update: mp3-Ausgabe von Listen oder zusammengesetzten Sätzen,

11.12.2016: wiffi_voice_24  Sonderzeichen in Router-Zugangsdaten erlaubt, SHT21  alternativ zum DHT22 verwendbar

09.01.2017: wiffi_voice_27  Taupunktberechnung und Absolutfeuchte hinzugefügt, DHT22 Abfrage verbessert

17.01.2017: wiffi_voice_30  Update über eigene Webseite, JSON-Telegramm überarbeitet

19.03.2017: wiffi_voice_36  Anpassung der 8181-Requests an CCU2-Firmware 2.27.7

28.03.2017: wiffi_voice_37  JSON Format angepasst

01.11.2017: wiffi_voice_41    schnellere Browserreaktion, schnelle zyklische JSON-Komplett-Datenabfrage (>8sec) möglich (wichtig für IObroker, MQTT, etc), Sonnenstandsberechnung korrigiert

16 Update der Firmware über USB

Ein Update über USB ist etwas komplizierter als über WLAN. Aber wenn beispielsweise ein neues Ersatz-WeMos-Modul verwendet werden soll, dann ist  ein Update über USB die einzige Lösung. Hier die Anleitung dafür:

  1. Aktuelle Firmware runterladen, entpacken und bin-File wegspeichern
  2. Zuerst für den WeMos den notwendigen USB-Treiber installieren: windows 32&64bit
  3. USB-Kabelverbindung PC <>  WIFFI herstellen und im Gerätemanager unter Anschlüsse (COM & LPT) nachschauen, welcher COM-Port aktiv ist
  4. Xtcom Util runterladen, entpacken und starten
  5. Fenster Tools(T) / Config Device öffnen, die aktive COM-Nummer und die Baudrate 115200 eingeben und dann Open.
  6. Danach Connect  und dann am WIFFI den Prog-Taster gedrückt halten und währenddessen am WeMos kurz den Reset-Taster drücken. Wenn erfolgreich, dann kommt Meldung Connect with target OK
  7. Fenster API Test(A) /Flash Image Download öffnen und beim Image Path den Pfad des abgespeicherten bin-Files eingeben.
  8. Dann mit dem  Download Button den Download starten. Erfolgreicher Abschluss mit Operation Succeeded!
  9. Danach startet der WIFFI. Wenn LED  im sec-Takt blinkt, dann Prog-Taster solange drücken bis Dauerleuchten.
  10. Danach startet der WIFFI neu , warten bis die LED im 0,5sec-Takt blinkt, was den Hotspot-Modus signalisisiert
  11. Im Hotspot-Modus können jetzt auf IP 192.168.4.1 wie oben beschrieben die eigenen Zugangsdaten eingegeben werden.

… wo gibt´s den Bausatz ?

Einen kompletten Bausatz des WIFFI-voice  kann man in meinem Webshop erwerben:  Bausatz WIFFI-voice  und hier ist die  Bauanleitung  dazu.

Haftungs- und Sicherheitshinweise

Beim Nachbau müssen natürlich alle wichtigen einschlägigen Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit gefährlichen Spannungen  eingehalten werden. Fundierte theoretische und praktische Fachkenntnisse der Elektrotechnik und für den Umgang mit gefährlichen Spannungen sind unverzichtbar!! Durch eine unsachgemäße Installation gefährden Sie ihr Leben und das Leben ihrer Mitmenschen! Darüberhinaus riskieren Sie erhebliche Sachschäden , welche durch Brand etc. hervorgerufen werden können ! Für alle Personen- und Sachschäden durch falsche Installation etc. ist nicht der Hersteller sondern nur der Betreiber verantwortlich. Ich verweise hier unbedingt auf  die  „Sicherheitshinweise und Haftungsausschluss„-Seite dieses Blogs.

Fähigkeiten

Gepostet am

26. Oktober 2016

4 Kommentare

  1. Das Modul kommt leider nicht aus dem wiffi mode heraus. Es wird nach einem reset oder Spannungsausfall immer wieder das eprom automatischgelöscht und AP-Mode aktivieren angeziegt im Terminalfenster. Im Wlan finde ich es nur mit der ssid_wiffi ip.
    Andere Module zeigen im Wlan nur AI-Thinker oder ESP an.
    Ansonsten ist das ein super projekt weiter so!!!
    Gruß Jürgen

  2. … ich kann das Problem mit Deiner Beschreibung nicht verstehen bzw. nicht nachvollziehen.

  3. Habe ein problem beim Speichern in ein ESP-12E Modul.
    komme nicht mehr aus dem Eprom raus. Kann es zwar mit „e“ löschen aber er logt sich nicht ein und bleibt im wiffi hängen.
    Kann mir da einer helfen.
    Gruß Jürgen

  4. einfach nur: 10 point´s !!!
    super Leistung bzw. Gesamtprojekt!

    vg
    Norbert

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