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Trinkwasser-Zirkulationspumpe intelligent geschaltet mit oder ohne Homematic-Anbindung

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Trinkwasser-Zirkulationspumpe intelligent geschaltet mit oder ohne Homematic-Anbindung
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Wichtiger Hinweis:  Dieses Modul gibt es mittlerweile auch mit OLED-Display. WIFFI-pump-2

1. Einige grundsätzliche Gedanken
Eine Warmwasser-Zirkulation ist ein in der Hausinstallation heute oft eingesetztes Komfortmerkmal, um an allen Zapfstellen im Haus nahezu sofort nach Aufdrehen des Wasserhahnes warmes Wasser verfügbar zu haben. Dazu verwendet man eine Ringleitung, in der eine kleine sog. Zirkulationspumpe  das warme Wasser dauernd oder nur zu bestimmmten Tagesabschnitten im Kreis pumpt. Im Hinblick auf Energieeinsparung kommt schnell der Gedanke auf, durch „intelligentere“ Steuerung das System zu verbessern.

Der erste Gedanke ist meist die Verringerung des Verbrauchs von elektrischer Leistung durch die Zirkulationspumpe. In einem typischen Einfamilienhaus hat die heute meist nur 5W. Das heißt im Dauerbetrieb verbraucht diese Pumpe übers Jahr ganze 44KWh, also mit 25ct/KWH macht das etwa 11€. Allerdings wird  meist eine Schaltuhr  verwendet, die vielleicht 12h schaltet und demnach die Verbrauchskosten auf 6€/Jahr halbiert. Für 6€/Jahr lohnt sich wohl keine  „intelligentere“ Steuerung als eine einfache Schaltuhr!

Also warum denn hier was machen??
Der Grund liegt darin, dass die eigentlichen Verluste nicht elektrisch sind, sondern die erheblichen Wärmverluste der Ringleitung. Dazu habe ich Messungen gemacht, die hier auf der Webseite nachgelesen werden können:

https://www.stall.biz/?project=zirkulationspumpe-warmebedarfsgerecht-geschaltet

Das Ergebnis kann man mit wenigen Kennzahlen trendmässig beschreiben:

– Elektrische Verluste  der Zirkulationspumpe:  5W   >> Jahreskosten 11€
– Wärmeverluste  der Ringleitung ohne Schwerkraftzirkulation:  60W   >>  Jahreskosten 132€    (mit einem Absperrhahn im Rücklauf wurde die natürliche Zirkulation abgeschaltet )
– Wärmeverluste der Ringleitung mit Schwerkraftzirkulation: 128W   >>  Jahreskosten 282€ !!
– Wärmeverluste der Ringleitung mit 12h/Tag laufender Zirkulationspumpe : 562W   >>  Jahreskosten 616€ !!!

Ohne jetzt das nur als „Hausnummer“  zu wertende Ergebnis weiter im Einzelnen zu diskutieren, wird eines klar:

Eine intelligente Steuerung der Zirkulationspumpe ist nicht wegen der elektrischen Energieeinsparung sinnvoll, sondern hauptsächlich wegen der damit möglichen Reduzierung der Verlustwärme !!

2. Das „intelligente“ Steuerungskonzept
Optimal ist danach, daß die Zirkulationspumpe auch nur dann läuft, wenn auch irgendwo im Haus warmes Wasser möglichst ohne wärmeverzug gezapft werden soll. Dazu gehört erst mal eine Strategie, um den Nutzerwunsch nach warmem Wasser zu erkennen. Denkbar wäre  ein Bewegungssensor im Badezimmer oder ein  Geräuschmelder in den „Wasserräumen“. Aber oftmals geht man in diese Räume, ohne den Warmwasserhahn zu betätigen . Also doch vielleicht einen Taster in Wasserhahnnähe installieren, den man anstößt, wenn warmes Wasser benötigt wird ? Das widerspricht aber einer „intelligenten“ automatischen Bedienung!
Also vielleicht einen Sensor installieren, der den Durchfluss mißt? Zu teuer und das erfordert   einen geeigneten Sensor und einen Eingriff in die Installation… Nein, lieber nicht!

Die Lösung ist einfach und auch nicht neu: Am Vorlauf-Ausgang des Warmwasserspeichers wird einfach mit einem Temperatursensor die Temperatur gemessen. Wenn dann warmes Wasser gezapft wird, dann erhöht sich schlagartig dort die Temperatur. Diese Temperaturerhöhung wertet man mit einer Elektronik entsprechend aus und schaltet umgehend die Zirkulationspumpe ein. Diese schiebt nun das warme Wasser schnellstens in die Ringleitung, so dass bereits nach relativ kurzer Zeit  das warme Wasser an der Zapfstelle ist.  Und spätestens jetzt wird klar, daß hierfür eine Pumpe mit möglichst hoher Leistung viel besser geeignet wäre, als die heute mit Schaltuhr eingesetzten Kleinleistungs-Typen.

Abgeschaltet wird die Pumpe entweder nach 3 bis 4 Minuten ( wenn die Ringleitung gut und komplett durchspült ist) oder wenn im Rücklauf am Warmwasserspeicher die Temperatur angestiegen ist. Dazu würde allerdings noch ein zweiter Temperatursensor benötigt.

Nach mehreren Versuchen mit und ohne zweiten Temperatursensor im Rücklauf wurde die einfache Lösung mit nur einem Temperatursensor im Vorlauf praktisch umgesetzt. Die Vorteile mit einem zweiten Sensor wären nur sehr gering!

Die erste Steuerung war analog mit wenigen Bauelementen umgesetzt (siehe Link oben) und hat ein Jahr problemlos gelaufen. Allerdings hatten einige Nachbauer mit Bauteiltoleranzen der analogen Steuerung zu kämpfen, so daß der Wunsch nach einer robusteren digitalen Lösung aufkam, die zudem optional in meine Homematic-Haussteuerung gut integriert werden kann. Damit meine ich, daß die Homematic sowohl die Zirkulationspumpe einschalten kann, als auch bei selbsttätiger Einschaltung die Homematic über den Schaltzustand rückinformiert wird. (bidirektionale Einbindung).

Vielleicht wird der eine oder andere Leser die Frage stellen, warum denn nicht gleich die Zirkulationspumpe mit der Homematic steuern?
Die Antwort ist einfach, weil die aktuell verfügbaren Homematic-Temperatursensoren mit Aktualisierungsintervallen von 3 und mehr Minuten  viel zu langsam sind!

3. Die Schaltung
Die Steuerung wurde mit einem programmierbaren Mikrochip Atmel ATTiny 45 oder 85 aufgebaut. Damit sind nur noch wenige zusätzliche Bauelemente erforderlich. Als Temperatursensor dient ein 10kOhm-NTC , der mit dem Vorlaufrohr in möglichst innigem thermischen Kontakt gebracht werden muß. Doch dazu später weitere Einzelheiten.

Hier erst mal der Schaltplan:

Folie1

 

Für die Realisierung wurde eine doppelseitige Platine hergestellt und mit den wenigen notwendigen Bauteilen bestückt. Das Programm (Firmware)  für den verwendeten Mikrocontroller  ATTiny85 ist auf dem Arduino entwickelt und erprobt worden.  Da nur sehr wenige Bauteile verwendet werden, wäre auch ein Lochrasteraufbau schnell realisiert. Natürlich müssen insbesondere die 230V-spannungsführenden Teile nach den geltenden Sicherheitsnormen geschützt werden. Zusätzlich habe ich auf der Platinenunterseite die 230V-führenden Kontaktpunkte am Relais und an der Schraubklemme mit jeweils einem dicken Wulst Heißkleber überzogen. Und dann muß man das Ganze mit einem geeigneten Kästchen „verpacken“.  Jeder versierte Elektroniker hat da sicher seine eigenen Vorstellungen 😉

Für Interessierte :

Einen kompletten Bausatz der Zirkulationspumpensteuerung mit dem programmierten Attiny Mikrocontroller und einem konfektionierten NTC-Temperaturfühler kann man bei mir erwerben:
https://www.stall.biz/?product=zirkulationspumpensteuerung

Die ATTiny- Steuerungssoftware prüft nach dem Start zuerst die I/O-Peripherie und zeigt das Ergebnis der Prüfungen mit einem Blinkcode an.  Zuerst blinkt für einige Sekunden die Signal-LED sehr schnell. Während dieser Zeit wartet die Steuerung darauf, daß ein möglicherweise  angeschlossener HM-Schaltaktor sich nach dem Einschalten stabilisiert hat. Dann erfolgt die Prüfung , ob überhaupt der HM-Schaltaktor da ist. Dazu wird der HM-Schaltaktor kurz über den Taster eingeschaltet und wieder ausgeschaltet. Wenn der Ausgang des HM-Schaltaktors dann ebenfalls den Status gewechselt hat , wird ein entsprechender Blinkcode zur Signalisierung der bidirektionalen Betriebsart ausgegeben.

Bei der bidirektionalen Betriebsart wird der HM-Schaltaktor sowohl als Output für ein Schaltsignal verwendet als auch als Input für die Rückmeldung des Zirkulationspumpen-Schaltrelais. Damit ist die Zirkulationspumpen-Steuerung perfekt in die HM-Welt eingebunden.

Die Einschaltzeit ist mit etwa 4 Minuten fest vorgegeben und entspricht etwa der Zeit, die das Wasser in in der Zirkulationsleitung für „eine Runde“ benötigt. Will man andere Einschaltwerte verwenden, dann kann man optional einen sog.  Programmierwiderstand Rtime einfügen. Die Einschaltzeit in Minuten  entspricht dem Wert in kOhm. Der kleinste Wert ist 0,33kOhm entsprechend 20sec.

Wenn beispielsweise bei längerer Abwesenheit die Zirkulation länger als 2 Tage nicht aktiviert wurde, dann startet automatisch eine  Zirkulation für etwa 10 Minuten . Dies ist wichtig zur Reduzierung der Legionellengefahr. In Verbindung mit der Homematic kann man diesen Desinfektionslauf sinnvollerweise mit dem Desinfektionslauf der Heizung synchronisieren.

4. Anwendungsmöglichkeiten
Je nach individuellen Bedürfnissen kann die Zirkulationspumpen-Steuerung in verschiedenen Betriebsarten betrieben werden. Welche Betriebsart aktiviert ist hängt von der Beschaltung ab . Angezeigt wird die Betriebsart mit einem Blinkcode nach dem Einschalten. Erläuterungen dazu nachfolgend:

Betriebsart 1:
Die einfachste Betriebsart  ist die Verwendung der Steuerung als Schalttreiber für die Zirkulationspumpe . Die Zirkulationspumpe folgt einfach dem Schaltaktor.
Folie2

Betriebsart 2:
Sobald eine Temperaturerhöhung im Vorlauf detektiert wird, schaltet die Zirkulationspumpe für 4 Minuten ein. Zusätzlich kann mit einem externen Taster oder Schalter die Zirkulationspumpe eingeschaltet werden. Das kann ein einfacher Taster an der Zapfstelle sein oder ein Bewegungsmelder oder ein Geräuschmelder oder ein HM-Schaltaktor oder …
Ausgeschaltet wird die Zirkulationspumpe immer automatisch nach der vorgegebenen Zeit.
Folie3

Folie4

Betriebsart 3:
Hier wird mit einem HM-Schaltaktor eine bidirektionale Verbindung mit einem 1-Kanal-HM-Schaltaktor hergestellt. Dabei schaltet der HM-Aktor, wie bei den vorgenannten Betriebsarten auch, die Zirkulationspumpe ein. In diesem Fall „weiß“ die CCU, daß die Zirkulationspumpe eingeschaltet ist. Wenn diese  aber nach 4 Minuten selbsttätig ausschaltet muß eine entsprechende Rückmeldung an die CCU abgeschickt werden. Dies erfolgt über die im nachfolgenden Bild gelbe Steuerleitung. Damit wird der Toggle-Taster des Schaltaktor betätigt und der Aktor schaltet wieder AUS. Dies „weiß“ dann die CCU auch. So kann man den Schaltaktor sowohl als digitalen Ausgang als auch digitalen Eingang „mißbrauchen“.
Übrigens kann man als HM-Schaltaktor sowohl den aktuellen  1-fach als auch den 4-fach Batterie-Schaltaktor verwenden 🙂
Folie5

5. Blinkcodes
Mit einer LED wird die Betätigung des Schaltrelais für die Zirkulationspumpe angezeigt. Die andere im Bild linke sog. Info-LED ist zur Anzeige von Blinkcodes während des Startvorganges wichtig.
> Nach dem Einschalten der Versorgungsspannung blinkt die Info-LED sehr schnell für etwa 10 Sekunden. Während dieser Zeit kann sich der HM-Schaltaktor „einschwingen“ und stabilisieren.
> Danach wird soweit vorhanden der HM-Schaltaktor mit dem Toggle-Taster ein- und nach einigen  Sekunden  wieder ausgeschaltet
> Das Ergebnis der Prüfungen wird am Ende der Startphase durch ein langsames Blinksignal angezeigt:

– 1x Blinken: Betriebsart 1 mit externem Schalter ohne Temperatursensor
– 2x Blinken: Betriebsart 2a oder 2b mit externem Temperatursensor mit/ohne externem Schalter
– 4x Blinken: Betriebsart  3 mit externem Temperatursensor und HM-Schaltaktor

Im normalen Betrieb, wenn die Steuerung gewissermaßen in „Lauerstellung“ ist, wird kontinuierlich alle 0.5s ein kurzer Lichtblitz auf der Info-LED erzeugt (heartbeat)

6. Anbringung des Temperatursensors
Der Temperatursensor muß am vorlaufseitigen Ausgangsrohr des Wasserspeichers so nah angebracht werden, daß bei Zapfen von warmem Wasser möglichst schnell eine Temperaturerhöhung gemessen wird. Andererseits darf der Sensor nicht zu nah am Wasserspeicher sein, weil sonst die wasserseitige Wärmeausstrahlung das Rohr immer erwärmt. Mein Erfahrungswert für die optimale Leitungsentfernung zwischen Sensor und Speicherausgang ist  etwa 40cm bis 60cm; das hängt vom Leitungsquerschnitt und den räumlichen Gegebenheiten ab. Muß man halt etwas Probieren!
Test: Wenn die Zirkulationspumpe längere Zeit nicht gelaufen ist, dann sollte der geplante Anbringungsort für den Sensor höchstens handwarm sein!

Der Wärmekontakt des Sensors muß so gut sein, daß Temperaturänderung möglichst verzugfrei detektiert werden. Bei einem konfektionierten 10kOhm NTC in einem Röhrchen ist dies zwar auch akzeptabel, aber  ein direkt aufgebrachter kleiner NTC-Widerstand reagiert schneller. Beide möglichen Lösungen zeigen die folgenden Bilder:
Folie8

Folie7

Besonders wichtig für eine gute Funktion ist natürlich eine gut entlüftete Ringleitung. Wenn hier sich Luftblasen angesammelt haben, dann ist eine effektive Pumpfunktion nicht möglich. Besonders die Schwerkraftbremse muß einwandfrei funktionieren, damit bei abgeschalteter Zirkulationspumpe auch wirklich kein Wasser zirkuliert. Prüfen kann man das folgendermaßen:
Zirkulationspumpe stromlos machen und mindestens 2 Stunden den Kreislauf abkühlen lassen. wenn  danach der Rücklauf  kalt ist und der Vorlauf nur auf dem ersten Meter handwarm, dann ist keine natürliche Zirkulation da und die Schwerkraftbremse ist in Funktion.

Danach wird die Zirkulationspumpe eingeschaltet und die Zeit gemessen, bis das warme Wasser am Rücklauf angekommen ist. wenn nach 2 bis 5 Minuten das warme Wasser im Rücklauf angekommen ist, dann scheint der hydraulische Pumpenkreis wohl in Ordnung zu sein!

Die Leitungslänge zwischen Steuerung und Temperatursensor  sollte so kurz wie möglich sein, da sonst die Leitungen wie Antennen wirken und Störsignale  „einsammeln“. Abgeschirmte Leitungen helfen auch nicht gegen magnetische Störfelder. Also 1 bis 2 Meter dürften funktionieren.

7. Einbindung in die Homematic
Die Steuerung funktioniert als Standalone-System sehr gut und man könnte sich seitens  der Homematic auf die Status-Anzeige (EIN/AUS)  des verwendeten HM-Aktors beschränken. Allerdings kann man die Rückinformation, wann und ob der Wasserhahn benutzt wurde, sehr gut für andere Steuerungsaufgaben in der Hausautomation verwenden. Die folgenden WebUI-Programme zeigen beispielhaft einige Möglichkeiten:

– Bei der  Wasser-Desinfektion  der Heizung an jedem  Montag um 7h05 wird hier die Zirkulation eingeschaltet, um auch den Rücklauf zu desinfizieren:
prog1
Die Berechnung der Systemvariablen  zu_bett_gegangen erfolgt u.a. in dem zweiten WebUI-Programm:
Die Systemvariable zu_bett_gegangen ist immer dann wahr, wenn man am abend zuvor vor dem zu Bett gehen den Wasserhahn betätigt hat. In diesem Fall wird morgens zur typischen Badezimmerzeit die Zirkulation vorsorglich eingeschaltet, um praktisch gar keine „Wartzezeiten“ mit dem warmen Wasser zu haben.
Prog2

8. Schaltungsaufbau


Zur Verbesserung der Störsicherheit wird der Einbau des 100nF-Kondensator C3  empfohlen. Man kann ihn entweder auf die Platine löten  oder gemeinsam mit den Zuleitungen an die Schraubklemmen  Tfor und GND legen.

Update 2.0:  Layout wurde überarbeitet und R9 und C3 integriert:
Folie10

Update Ver. 2.1  : PTC-Sicherung hinzugefügt

z_pumpensteuerung_14

Update Ver. 2.2: Layout optimiert

Hinweise zum Zusammenbau:

Für den Zusammmenbau der Schaltung sollte man schon einige Kenntnisse der Elektronik besitzen. Insbesondere sollten folgende Hinweise beachtet werden, weil sonst die Schaltung beschädigt wird:

  • Der Elektrolytkondensator C1 ist polrichtig einzubauen.  Der Minuspol ist mit weißem Streifen gekennzeichnet .
  • Das IC1 ist ebenfalls polrichtig einzusetzen (auf die Punktmarkierung achten!)
  • Die LEDs sind polrichtig einzulöten. „K“ wie kurzes „Beinchen“.

Nach dem Zusammenbau ist ein einfacher Funktionstest auf dem Labortisch möglich, indem man nach der Startphase, wenn nur doch der regelmässige kurze LED-Blitz da ist, kurz mit den Fingern  den Temperatursensor erwärmt. Dann muß sofort LED2 und das Relais aktiviert werden. Erst nach etwa  4  Minuten geht die LED 2 wieder aus und  startet  wieder den regelmässigen Lichtblitz.

Hinweise bei Funktionsproblemen

  • Funktioniert der sog,. Fingertest ? Dabei wird der kalte noch nicht montierte NTC-Sensor einige Sekunden mit den Fingern erwärmt. Wenn dann das Realis einschaltet , dann ist die Schaltung mit großer Wahrscheinlichkeit in Ordnung
  • Ist die Leitung für den NTC-Sensor nicht länger als 1 bis 2m und liegt möglichst nicht mit anderen Kabeln nah zusammen
  • Ist das Netzteil in Ordnung ? Oft neigen Billig-Netzteile zu Störungen.
  • Ist der NTC-Sensor an einem metallischen Rohr montiert ? Kunststoffrohre funktionieren nicht !
  • Hat der NTC-Sensor guten Wämekointakt mit dem Rohr am WW-Auslauf ?
  • Ist der Sensor auch nicht zu nah am WW-Auslauf positioniert, so daß bei  Erwärmung des WW_Speichers die Erwärmung bis in das WW-Auslaufrohr einwirkt.
  • Hat die Zirkulationspumpe eine sog. Schwerkraftbremse ? Bei modernen WW-Pumpen ist das Ventil in der Pumpe. Es gibt aber auch Rückschlagventile, um ein Zirkulation bei abgeschalteter Pumpe zu verhindern.


Für Interessierte :

Einen kompletten Bausatz der Zirkulationspumpensteuerung kann man in meinem Shop erwerben. 

https://www.stall.biz/?product=zirkulationspumpensteuerung

Haftungs- und Sicherheitshinweise

Beim Nachbau müssen natürlich alle wichtigen einschlägigen Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit gefährlichen Spannungen  eingehalten werden. Fundierte theoretische und praktische Fachkenntnisse der Elektrotechnik und für den Umgang mit gefährlichen Spannungen sind unverzichtbar!!

Durch eine unsachgemäße Installation gefährden Sie ihr Leben und das Leben ihrer Mitmenschen! Darüberhinaus riskieren Sie erhebliche Sachschäden , welche durch Brand etc. hervorgerufen werden können ! Für alle Personen- und Sachschäden durch falsche Installation etc. ist nicht der Hersteller sondern nur der Betreiber verantwortlich.

Ich verweise hier unbedingt auf  die  „Sicherheitshinweise und Haftungsausschluss„-Seite dieses Blogs. Auch die notwendigen Eingriffe in das Heizungssystem dürfen nur von ausgebildeten Fachpersonal durchgeführt werden. Es sind die geltenden Sicherheitsvorschriften und die DVGW-Richtlinien einzuhalten.

 

 

Fähigkeiten

Gepostet am

13. September 2014

39 Kommentare

  1. Nein der Fingertest funktioniert nicht, das Relais wird sofort angesteuert. Die liste der möglichen Fehler habe ich überprüft. Der Temperatur Fühler wird ja auch erkannt und die led blinkt zweimal, danach zieht das Relais direkt an und wird permanent angedteuert bzw. wird nicht mehr abgeschaltet solange Spannung anliegt. Temperatur Fühler wurde ja auch nicht verlängert oder so. Ich würde auf das IC tippen da es nach der Aktivierung nicht mehr abschaltet, ich habe alle beiteile auch mehrmals durch gemessen. Alles richtig eingebaut, Spannung passt, ntc ist auch OK und auch keine lötbrücken oder dergleichen. Könnte man nur das IC nach bekommen? Gruß

  2. In der Beschreibung ist am Ende eine Liste von möglichen Fehlerursachen. Bitte erst diese durchsehen.
    Funktioniert der sog. Fingertest ?

  3. Hallo, die led 1 blinkt erst ganz schell, dann zweimal und dann wird das Relais schon geschaltet ohne das der Fühler erwärmt wurde. Led 1 blinkt und led 2 leuchtet konstant schaltet das Relais aber nicht mehr ab. Ich bin rft-techniker und zusammengebaut wurde alles richtig. Können sie mir vielleicht noch einen Tipp geben? Betreibe die Platine mit einem Labornetzteil, also die Gleichspannung ist sehr sauber. Gruß

  4. Wenn das Modul so reagiert, dann kann natürlich bei Zusammenbau etwas falsch sein. Dazu kann ich so nichts sagen.
    Aber ich vermute mal, das ist alles richtig zusammen gelötet.
    Haben Sie den sog. Fingertest gemacht wie in der Anleitung beschrieben? Wenn das einwandfrei funktioniert, dann ist vermutlich die Applikation nicht in Ordnung.
    Hier einige typische Fehlerursachen:
    – Netzteil hat ein Problem mit Störimpulsen; kommt bei Billig-Netzteilen häufig vor!
    – die Leitung zum Sensor ist verlängert worden und holt sich u.U. im Kabelkanal Störimpulse. Möglichst die Länge des Sensorkabels auf 1m begrenzen!
    – der Sensor sitzt zu nah am WW-Auslauf, so daß Temperaturänderungen des WW-Speichers auch bei geschlossenen Wasserhähnen zu einer ungewollten Temperaturerwaärmung führen.
    – der Sensor ist nicht richtig mit einer Kabelschelle o.ä. mit dem Rohr verbunden
    – das Rohr ist kein metallisches sondern ein Kunststoffrohr. Mit Kunststoffrohren funktioniert das Verfahren nicht!
    – die Schwerkraftbremse der Zirkulationspumpe ist nicht da oder funktioniert nicht richtig.
    Bitte erst mal diese Fehlerursachen ausschließen.

  5. Hallo Herr Stall
    Ich habe gerade den von Ihnen bekommenen Bausatz ausprobiert und komme zu dem gleichen Ergebnis wie einige zuvor in diesem Forum.(siehe Andreas und Kai)Es ist ein ständiges schalten des Relais mit zeitweise unterschiedlichen Zeitabständen.Ich bitte um eine Info ihrerseits.

    Mit freundl. Grüßen
    Helmut

  6. … Bausätze sind wieder verfügbar!

  7. Ich warte täglich auf die Platinen, aber die kommen aus China….

  8. Wann gibt es nochmal Bausätze zu bestellen??

  9. Welche Temperatur-Differenz in welcher Zeit muss den vorliegen das das Relais anspricht?

  10. Nein, weil das nach meiner Erfahrung nur zu (für mich) zeitaufwändigen Erklärungen führt. Das Gerät ist mit dem mitgelieferten bereits programmierten Mikrocontroller einfach nachzubauen und soll nicht „verkompliziert“ werden.

  11. Hi…

    gibt es Möglichkeit den C++ code hier zu veröffentlichen? damit man das mit dem Arduino testen kann?

    Danke im Voraus!

  12. Das funktioniert ausreichend schnell nur bei metallischen Rohren. Aber man kann evtl eine metallische Verschraubung nehmen, wenn die nicht zu weit weg ist vom WW-Auslauf.

  13. Hallo Hr. Stall,

    funtioniert ihr Temperatursensor nur bei Kupfer/ Metallrohren oder auch bei Kunststoffrohren wie Unicor einwandfrei mit vergleichbaren Einschaltzeiten?

    MfG
    K. Fritsch

  14. Hallo Herr Stall,

    ich habe die Pumpensteuerung mittlerweile seit 1 Woche im Einsatz. Ich habe dabei festgestellt, dass die Pumpe immer wieder eingeschaltet wird, obwohl kein Wasser gezapft wird. Woran kann das liegen? Die Schwerkraftbremse funktioniert und der Sensor ist 1,5 Meter vom Warmwasserboiler installiert so wie bei Ihnen auf dem Foto. Ich hatte auch schon einen 10kOhm-NTC getestet. Jedoch wurde dann die Pumpe fast dauerhaft eingeschaltet. Für einen Tipp wäre ich dankbar.

    MfG,
    Kai

  15. Hallo Herr Stall!
    Diese Pumpensteuerung ist einfach genial!
    Habe mir gerade eine im Shop bestellt.
    Ich war auf der Suche nach einer neuen Wilo Pumpe, da meine defekt ist.
    So habe ich diese Seite gefunden.
    Wieso haben Firmen wie Vaillant keine Ahnung von dieser Art der Pumpensteuerung?!
    Die weisen zwar auf die Wärmeverluste hin, haben aber keine echten Lösungen zu bieten.
    Ich war schon knapp davor die Zirkulationsleitung einfach stillzulegen und hätte mir damit die Legionellen gezüchtet.

    Vielen Dank für die wertvollen Informationen!

  16. Hallo Herr Stall,
    der neue Attiny kam heute schon an.
    Voller Vorfreude hab ich ihn eingbaut und der Schaltung wieder die 5V Versorgungsspannung gegeben.
    Leider immer noch mit dem selben Problem:

    Sobald aber die Initialisierung fertig ist schaltet sofort das Relais für die Zirkulationspumpe. Ich habe einen 1kOhm Widerstand dran für eine Minute Laufzeit. Ist diese Laufzeit um, dann sind für kurze Zeit beide LED´s dunkel. Dann blinkt ganz kurz die LED1, und dann zieht sofort das Relais an.

    Kann denn durch die verpolung etwas anderes in mitleidenschaft gezogen worden sein? Oder ist es definitiv der Attiny?

  17. Hi! Hast Du mittlerweile wieder Komplettbausätze incl. Thermofühler?
    Wenn ja dann würde ich gerne einen bei Dir bestellen!
    Gruß Johnny

  18. Hiermit möchte ich einen Bausatz bestellen
    MfG Heinrich Geiler

  19. Guten Tag Herr Stall,
    ich hatte vor zwei Wochen bei Ihnen einen Bausatz geordert, diesen zusammengebaut und auch am laufen gehabt. Alles wunderbar bis dahin. Gestern abend habe ich im Heizraum nochmal umgebaut, und dabei auch die Spannungsversorgungen wieder abgeklemmt. Nach dem Anschliessen der Platine hatte ich bemerkt, dass der Spannungseingang (5V und GND) vertauscht waren. Nun verhält sich die Platine folgendermaßen:

    Die ersten 10 Sekunden Initialisiert sich die Platine mit dem Fühler an der Heisswasserleitung. Sobald aber die Initialisierung fertig ist schaltet sofort das Relais für die Zirkulationspumpe. Ich habe einen 1kOhm Widerstand dran für eine Minute Laufzeit. Ist diese Laufzeit um, dann sind für kurze Zeit beide LED´s dunkel. Dann blinkt ganz kurz die LED1, und dann zieht sofort das Relais an.

    Dies ist nun leider immer der Fall.

    Meine Frage:
    Habe ich den ATTiny mit der Verpolung ins Jenseits befördert?

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