Wintergarten-Lüftungsfenster mit der Homematic intelligent steuern

Wintergarten-Lüftungsfenster mit der Homematic intelligent steuern

Wintergärten sollten immer wirkungsvolle Lüftungselemente haben weil sonst bei Sonnenschein es schnell viel zu heiß wird. Bei mir zuhause sind zwei große Lüftungsfenster im Dachbereich, so daß in Verbindung mit Öffnungsmöglichkeiten im unteren Wintergartenbereich eine Art Kamineffekt entsteht, der die warme Lüft schnell herausfördert. Allerdings sollte der Lüftungseffekt gut steuerbar sein, denn je nach Witterungs soll die Entlüftung mal stark oder mal schwach ausgeprägt sein. Ürsprünglich hatte ich für die Lüftungsfenster im Dach manuell betätigte Spindelantriebe im Einsatz, mit denen der Öffnungswinkel der Lüftungsfenster einstellbar war. Diese manuellen Antriebe wurden durch elektrische 230V-Spindeltriebe ersetzt, wie im folgenden Bild zu sehen ist:

 

Die Steuerung erfolgt aktuell mit einfachen HM-Rollladenaktoren z.B. HM-LC-Bl1-FM oder HM-LC-Bl1PBU-FM , welche die Spindeltriebe schalten.

Die Öffnung der Lüftungsfenster sollte nicht einfach AUF/ZU sein, sondern in definierten Schritten erfolgen. Eine stufenlose Verstellung der Öffnung kommt auch nicht in Frage, weil sonst u.U. die Stellmotore dauernd arbeiten. Ein guter Kompromiss ist die Aufteilung der Öffnung in 4 Stufen. Man kann auch mehr verwenden, aber das führt nur  zu häufigen eher störenden Aktuationen. Die Öffnung sollte in Abhängigkeit der Wintergarten-Innentemperatur erfolgen, damit diese möglichst wenig die Wohlfühltemperatur von 22°C überschreitet. Das folgende Bild zeigt die realisierte Steuerkennlinie mit der Wintergarten-Raumtemperatur in °C auf der x-Achse und dem Öffnungsgrad ider Lüftungsfenster in % auf der y-Achse::

Wie das Diagramm zeigt erfolgt das Öffnen der Fenster mit einer anderen Steuerkennlinie wie das Schliessen. Diese sog. Hysterese ist deshalb sinnvoll, weil beim Öffnen des Fensters u. U. die Temperatur wieder unter den gerade überschrittenen Schaltpunkt fallen kann und das Fenster würde wieder schließen. Die Hysterese verhindert somit ein unruhiges Schaltverhalten. Natürlich kann man individuell andere Schaltpunkte wählen, aber die im Bild gezeigte Steuerkennlinie hat sich bei mir als gute Einstellung bewiesen.

Wichtig ist für eine gute Funktion die möglichst realistische Messung der Raumtemperatur im Wintergarten, was bedingt durch die Sonneneinstrahlung nicht ganz einfach ist. Ich habe beispielsweise den Temperatursensor unterhalb der Korbgarnitur angeordnet, weil dieser Platz am kühlsten bleibt.

Nach all der Theorie nun zum WebUI-Programm. Optional kann man noch Systemvariablen verwenden, die beispielsweise Regen oder Nacht signalisieren. Die gerade für Dachfenster wichtige Regeninfo (hier mit der Systemvariablen „Regen“) kommt von meinem WEATHERMAN und die Nachtinformation (hier mit der Systemvariablen „roll_nacht“) aus meinem Rolladenprogramm.  Natürlich kann man auch andere Datenquellen verwenden.

Also hier die im folgenden WEbUI-Programm verwendeten Systemvariablen und Gerätevariablen:

Systemvaraiable „Regen“, als Logikwert, bei Regen wahr

Systemvariable „roll_nacht“, als Logikwert, nachts wahr

Gerätevariable „WG_temp“, als Temperaturwert in °C

Gerätevariable „wg_fenster“, als Rollladenaktor-Wert in %, 0% ist geschlossen

Das verwendete WebUI-Programm sieht etwas kompliziert aus, sollte aber möglichst nicht in Einzelprogramme zerlegt werden, weil das nur überflüssige Probleme gibt.

Das ist schon alles, viel Erfolg mit der Umsetzung!

… und natürlich kann man nach dem gleichen Schema auch andere Beschattungseinrichtungen in Stufen steuern.

 

 

Externe Antenne am Raspberry mit neuem Funkmodul  RPI-RF-MOD

Externe Antenne am Raspberry mit neuem Funkmodul RPI-RF-MOD

Original haben die Homematic Aufsteckmodule RPI-RF-MOD nur ein Stückchen Draht als einfache sog Lambda-Viertel-Antenne.  Für funkmäßig günstige Wohnverhältnisse reicht das meistens aus. Aber immer häufiger hat man Wohnungen und Häuser mit viel Beton oder oder Fertighäuser mit eingebauten Dampfsperren aus Alufolie etc. wo die Funkverhältnisse u.U. sehr ungünstig sind . In diesen Fällen kann eine bessere Antennentechnik sehr viele Vorteile bringen bzw. vorhandene Probleme beseitigen. Weniger Fehlermeldungen und  meist deutlich stabilere und robustere Funkverbindungen zwischen den HM-Sensoren/Aktoren und der CCU oder dem Repeater sind Beweise für eine spürbare Verbesserung.

In früheren Threads wurden bereits die Vorteile von verschiedenen Antennenformen ausführlich  erläutert und diskutiert.

> Die 4-Radials Groundplane ist funkmäßig sehr gut (+++), erfordert aber einiges Bastelgeschick und läßt sich wegen der Abmessungen nicht ganz einfach im Raum platzieren.
im HM-Forum : Groundplane Antenne

Die 2-Radials Flachantenne ist funkmäßig gut (++),  ist aber einfacher zu bauen und im Raum ideal hinter Schränken etc. zu platzieren
und im HM-Forum: Flachantenne

Und  mit der Stabantenne kommt noch eine weitere Alternative dazu, die auch optisch ansprechend integriert werden kann:

> Die Stabantenne ist funkmäßig gut(++) , ist bereits fertig und kann entweder direkt am Gehäuse oder abgesetzt im Raum platziert werden

Die Stabantenne  ist  funktechnisch vielleicht nicht ganz so gut wie die vorgenannten Antennenformen, passt  aber optisch besser in die Verhältnisse in Wohnräumen etc.  Gegenüber dem eingebauten Drahtstummel als Antenne hat diese Stabantenne in jedem Fall deutliche funktechnische Vorteile  und ist deshalb nicht nur für die CCU2 oder hier dem Raspi mit Funkmodul sondern auch auch für beliebige drahtlose Sensoren und Aktoren an funktechnisch ungünstigen Einbauorten die erste Wahl.

Was ist das für eine Stabantenne?

Die verwendete Stabantenne sieht zwar ähnlich aus wie die typischen WLAN-Antennenstummel, die hier verwendete Antenne ist aber speziell für die Homematic-Frequenz von 868Mhz ausgelegt; sie ist auch deutlich länger als die normalen WLAN-Stabantennen. Die Antenne hat einen sog. RP-SMA-Male Anschluss mit einem Gelenk, damit man die Stabantenne flexibel verstellen und dadurch ggf. die Abstrahlung bzw. Empfangscharakteristik optimieren kann. Aufgeschraubt wird die Antenne auf eine RP-SMA-Female Einbaubuchse, welche im Gehäuse über eine Stück hochfexibles und verlustarmes Koaxkabel mit dem Sende/Empfangsmodul oder anderen HM-Modulen kontaktiert wird.

Alle notwendigen Teile kann man im Webshop als Komplettbausatz erwerben.  Je nach den individuellen Funkverhältnissen ist auch noch ein koaxiales Verlängerungskabel zu empfehlen, um die Antenne ggf. bis zu 3m abgesetzt vom HM-Modul platzieren zu können. Dieses 3m lange Verlängerungskabel kann optional mit der Antenne erworben werden. Das folgende Bild zeigt die Stabantenne mit dem Verlängerungskabel  an einem einfachen Wandhalter aus dem Baumarkt:

stabantenne_11

Modifikation des ELV Gehäuses RP-Case

In die Unterschale des Gehäuses wird der Raspberry ganz normal nach ELV-Anleitung montiert. Für die Anbringung der Antennenbuchse  für die externe Antenne muß in die Unterschale eine geeignete 7mm-Bohrung eingebracht werden. Die folgenden Bilder zeigen die einfache Modifikation:

Die Oberschale bekommt für die Antennenbuchse einen entsprechenden Schlitz. Dazu wird ebenfalls eine 7mm-Bohrung angebracht::

… und mit einem Seitenschneider eine schlitzförmige Aussparung erzeugt.

So wird die Antenne am RPI-RF-MOD angeschlossen

Für die Herstellung eines Antennenanschlusses ist schon etwas Löterfahrung notwendig, weil das relativ dünne Koaxkabel an die entsprechenden Anschlüsse im HM-Modul angelötet werden muß. Die folgenden Bilder erläutern das Vorgehen:

Den Antennen-Drahtstummel am Funkmodul ablöten und die Lötstelle für den neuen Anschluß vorbereiten. Die beiden Lötanschlüsse links und rechts sind die Massepunkte, an die die Abschirmung des Koaxkabels zum Antennenanschluss angeschlossen wird. Eine dieser beiden Massepunkte (in diesem Fall der linke)  wird dazu gut verzinnt. An den mittleren Lötpunkt, da wo vorher der Drahtstummel war, wird der Innenleiter des Koaxkabels angelötet.

Jetzt die Kabelpeitsche mit der Antennenbuchse auf eine Länge von etwa 15cm einkürzen:

P1000528

Das Kabelende vorsichtig abisolieren und Mantel und Innenleiter y-förmig spreizen und verzinnen. Beim Abisolieren den Innenleiter auf keinen Fall stark ziehen, sonst zieht der Innenleiter den Innenpin der Antennenbuchse zurück.

peitsche_ende

An die RPI-RF-MOD Funk-Modulplatine die vorbereitete Kabelpeitsche entsprechend dem folgenden Bild anlöten. Die Abschirmung des Koaxkabels kommt an den Massepunkt (links im Bild) und der Innenleiter an den Antennenanschluß des Funkmoduls.

 

Wichtig:
Abschließend  unbedingt mit dem Durchgangsprüfer oder Ohmmeter prüfen, …

daß Innenleiter und Abschirmung des Koaxkabeld keine Verbindung (Kurzschluss) haben und

daß der Mittelpin in der SMA-Buchse einwandfreien Durchgang mit dem Antennen-Lötpunkt am Sendemodul hat

Nun den oberen Gehäusedeckel aufstecken, die Stabantenne aufschrauben und fertig!

Meist ist eine räumlich getrennte Anbringung der Antenne von Vorteil, weil die Antenne dann außerhalb des Störnebels der Raspi-Platine ist und weil man die Antenne so funktechnisch vorteilhafter platzieren kann. Mit dem optionalen 3m-Verlängerungskabel kann man die entfernte Platzierung der Antenne einfach durchführen. Was man als Hintergrundinformatioin über externe Antennen für die Hausautomation sonst noch wissen sollte, kann man hier erfahren.

Vergleich vorher/nachher

Natürlich entsteht  immer die Hauptfrage: Was bringt eigentlich die externe Antenne gegenüber der eingebauten Antenne? Allgemein kann man die Frage nur in einem idealen Versuchsumfeld (Freifeld) messen und beantworten. Aber „ideal“ nützt dem Einzelnen gar nichts , weil man die Frage  nur in bezug auf sein individuelles  HM-Umfeld  beantworten kann. Deshalb sollte man vor dem Umbau die Sende- Empfangs-Feldstärken der einzelnen HM-Module messen und dann nach dem Umbau die Messung zum Vergleich wiederholen. Als Meßwerkzeug kann man dafür auf der CCU die Systemerweiterung „devconfig“ installieren. Damit kann man die Sende- und Empfangsfeldstärken der einzelnen Funkmodule abfragen. Mehr dazu im Homematic-Forum: Stichworte rssi und devconfig.

Wichtig ist bei der Messung mit „devconfig“ , daß man dazu die entsprechenden HM-Module betätigt oder abfragt, damit die ermittelten  Werte mit der neuen Antenne aktuell sind. Und auch wichtig, daß möglichst der Mittelwert von mehreren HM-Modulen vorher und nachher verglichen wird. Einzelne Messungen bringen wenig, weil die Signale stark streuen.

Tipps für die Fehlersuche

Normalerweise ist der Anschluss der Antenne völlig problemlos und in wenigen Minuten erledigt. Wenn dennoch Probleme bleiben, dann können die nachfolgend aufgelisteten Lösungsvorschläge möglicherweise helfen:

  • Die Kabelpeitsche mit der SMA-Buchse muß an die entsprechenden Lötpunkte am Sendemodul angelötet werden. Beim Abisolieren kann durch zu heftiges Ziehen am Innenleiter der Innenstift der SMA-Buchse zurückgezogen werden. Deshalb beim Abisolieren den Innenleiter immer festhalten!
  • Nach dem Anlöten mit einem Ohmmeter prüfen, ob die Verbindung zwischen dem Innenstift der SMA-Buchse und dem Innenleiter-Lötpunkt am HM-Sendemodul vorhanden ist.
  • Mit dem Ohmmeter prüfen, ob der Aussenleiter (Abschirmung)  zwischen dem Gehäuse der SMA-Buchse und dem Abschirmungsanschluss am HM-Sendemodul auch  gute Verbindung hat
  • Mit dem Ohmmeter prüfen,  daß Innenleiter und Aussenleiter keinen Kurzschluss haben.
  • Bei Feldstärkemessungen mit devconfig ist zu berücksichtigen, daß die Zahlen negativ sind. Je kleiner die negativen Zahlen sind, umso besser! Weiterhin sind die angezeigten Werte vom letzten Datenverkehr und der kann u.U. sehr alt sein! Deshalb die für die Messung verwendeten Aktoren unbedingt manuell oder per Programm vor der Messung betätigen.
  • Feldstärkemessungen müssen mit mehreren Aktoren erfolgen und ein Mittelwert gebildet werden, weil die „chaotischen“ Wellenausbreitungen und Interferenzen im Haus an manchen Stellen zu Feldstärkeverberbesserungen aber auch zu Felstärkeminderungen führen können.
  • Der richtige Standort der Antenne ist von zentraler Bedeutung für gute Funkverbindungen im Haus. Leider kann kein Rezept dafür gegeben werden, weil im Haus eben durch Betondecken, Wände und aluminisierte Dampfsperren etc. eine völlig „chaotische“ Wellenausbreitung erfolgt. Antennen mit hoher Richtwirkung bzw. Gewinn sind deshalb im Haus völlig kontraproduktiv! Also Probieren und mit Verstand und Glück den richtigen Sendestandort finden.

Viel Erfolg bei der praktischen Umsetzung !

Interessenten können den Komplettbausatz für die Stabantenne in meinem Webshop erwerben.

Haftungs- und Sicherheitshinweise

Nur HM-Module mit Spannungsversorgung aus Batterie oder galvanisch getrennten externen Netzteilen umrüsten. Keinesfalls HM-Module mit internem/integriertem Netzteil  oder 230V Netzspannung modifizieren, da über den  Antennenstecker gefährliche Berührungsspannungen entstehen können.

Beim Nachbau müssen natürlich alle wichtigen einschlägigen Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit gefährlichen Spannungen  eingehalten werden. Fundierte theoretische und praktische Fachkenntnisse der Elektrotechnik und für den Umgang mit gefährlichen Spannungen sind unverzichtbar!! Durch eine unsachgemäße Installation gefährden Sie ihr Leben und das Leben ihrer Mitmenschen! Darüberhinaus riskieren Sie erhebliche Sachschäden , welche durch Brand etc. hervorgerufen werden können ! Für alle Personen- und Sachschäden durch falsche Installation etc. ist nicht der Hersteller sondern nur der Betreiber verantwortlich. Ich verweise hier unbedingt auf  die  „Sicherheitshinweise und Haftungsausschluss„-Seite dieses Blogs.

Homematic Usertreffen 2018: Was man über Antennen für die drahtlose Hausautomation wissen sollte

Homematic Usertreffen 2018: Was man über Antennen für die drahtlose Hausautomation wissen sollte

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Homematic Usertreffen 2018: Die WIFFI’s…. neue leistungsfähige, universelle Sensor- und Aktormodule

Homematic Usertreffen 2018: Die WIFFI’s…. neue leistungsfähige, universelle Sensor- und Aktormodule

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

_____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ _____________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Perfekte Videoüberwachung mit preiswerten Kameras und einem NAS

Perfekte Videoüberwachung mit preiswerten Kameras und einem NAS

[google-translator]

Vorweg…

Ja ich habe eigentlich schon viele negative Erfahrungen mit verschiedenen Billig-Überwachungskameras mit WLAN (im folgenden von mir einfach IPCAMs genannt) sammeln können. Mit dem Preisverfall kam schon vor Jahren der Wunsch auf, eine Videoüberwachung für den Haustürbereich und für einige Wohnräume eben mit diesen preiswerten IPCAMs zu realisieren. Im Prinzip ging das auch alles mehr schlecht als recht, aber letztlich waren die Lösungsansaätze nicht überzeugend und hatten mehr Spielcharakter als professionellen Nutzwert. Die mitgelieferte Software war so „grottenschlecht“, daß die Inbetriebnahme meistens einige Stunden in Anspruch nahm. Auch die „Bedienungsanleitungen“ sind in der Regel nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Also das Thema entweder beiseite legen oder eben teure Kameras kaufen! Und das war es mir bisher einfach nicht Wert bzw. der Nutzeffekt für die Hausautomation war mir persönlich einfach zu gering. Allein die Bewegungsmeldungen der verschiedenen IPCAMs sich als Email mit Schnappschuss-Anhang zuschicken zu lassen, ist ein Drama. Jede Kamera hat ihr eigenes „Betriebssystem“ mit völlig unterschiedlichen Einrichtungsmöglichkeiten. Dementsprechend verwendet auch jede Kamera von unterschiedlichen Herstellern meist verschiedene Überwachungsprogramme für den PC. Es gibt zwar Software-Ansätze, um mit einem Programm die unterschiedlichsten  Kameras einzubinden, aber die Installation ist gerade bei Billig-Kameras meist ein Riesenprobem. Und irgendwann hat man dann „die Nase voll“!

Der Lösungsansatz Synology-NAS

Ein neuer Anlauf kam mit der Anschaffung eines NAS-Laufwerkes für das häusliche Rechnernetz. Ursprünglich als Backup-Laufwerk geplant zeigen sich sehr schnell die überzeugenden Möglichkeiten auf, die ein rund um die Uhr laufender kleiner Rechnerserver im Haus hat. Gleichzeitig verbraucht so ein Gerät nur einige Watt, so daß ein 24/7-Betrieb auch unter Berücksichtigung des Energieverbrauchs durchaus akzeptabel ist. Ich habe mir von Synology eine DS215 mit zwei Festplatten zugelegt. Mittlerweile gibt es Nachfolgemodelle, die ähnliche Eigenschaften haben. Der Vorteil eines solchen NAS ist aber, daß eine Reihe von Softwaremodulen mitgeliefert werden, die insbesondere für die Videoüberwachung von großem Wert sind! Bei Synology wird den NAS-Laufwerken eine professionelle Software namens SURVEILLANCE mitgegeben, die eine durchgehende Aufzeichung verschiedenster Kameras der Videoüberwachung möglich macht. Dabei sind die Lizenzen für zwei Kameras schon im Anschaffungspreis des NAS inbegriffen. Zusätzliche Kameras benötigen weitere Lizenzen, welche nicht ganz billig sind (ca 50€ je Kamera). Aber mit zwei IPCAMs ist man für den häuslichen Betrieb ja auch schon ganz gut ausgerüstet.

Der Vorteil dieses Systems liegt darin, daß man die meistens unbefriedigende eingebaute Bild- und Alarmauswertung der verschiedenen Kameras  nicht mehr benötigt, weil dies zentral in der Surveillance-Software auf dem NAS sehr professionell gemacht wird. Damit hat man dort für jede Kamera, egal von welchem Hersteller, eine zentrale Auswertung. Diese kann ausgelöst von den verschiedensten Events dem Nutzer Emails oder Push-Nachrichten usw. aus der eigenen gesicherten Softwareumgebung zuschicken. Kein Umweg über den Server des Kameraherstellers, der auch noch gerne Zugang zum häuslichen Rechner hätte! Von den IPCAMs wird also nur die reine Basis-Videofunktionalität gefordert und verwendet.

…und das öffnet dann die Tür auch zu einfachen und teilweise spottbilligen IPCAMs aus Fernost!

Die verwendeten IPCAMs

Das Problem bei den Billig-Kameras ist, daß jeder Hersteller andere Parameter des Videostreams verwendet. Die Inbetriebnahme mit standardisierten Videosignalen ist im Prinzip meistens möglich, wenn man nur die verwendeten Ports etc.durch fleißiges Googeln heraus bekommt. Ich habe mir eine WLAN-Kamera von SRICAM zugelegt, die aktuelI in China schon für 12€, in Europa bei Ebay schon für deutlich unter 20€ zu haben ist!  Bei dem Preis sollte man gar nicht erst, die unpraktischen sog. PTZ-Kameras (mit Schwenkmöglichkeit) verwenden, sondern fest eingestellte Blickwinkel einsetzen. Ich verwende zwei verschiedene sehr kompakte Kameras …

-SRICAM SP009 mit HD-Auflösung und normaler Brennweite, IR-Nachtbeleuchtung ,eingebautes Mikrofon und Lautsprecher für Wohnräum und besonderen Aussenbereichen.(Preis 12/2017 unter 15€)

– SRICAM HD 960P mit HD-Auflösung und Fischauge(!)-Objektiv, IR-Nachtbeleuchtung ,eingebautes Mikrofon und Lautsprecher für den Eingangsbereich (Preis 12/2017 unter 20€)

Achtung: Diese Kameras funktionieren nur dann an einer Fritzbox, wenn bei den WLAN Funkkanal-Einstellungen das Protokoll 802.11 n+g+b aktiviert ist !!!!

Diese Kameras sind nicht ausgesprochen geeignet für Outdoor-Anwendungen. Da sie aber so klein sind, habe ich sie in den wettergeschützten Ecken der Fensterlaibungen gut wettergeschützt und fast unsichtbar unterbringen können. Ein weiterer Vorteil ist die Versorgung nur mit 5V (USB-Netzteil) anstatt mit 12V. Insgesamt verbrauchen sie nur einige wenige Watt, abhängig davon ob die IR-LEDS nachts eingeschaltet sind.

Die Kameras sind alle WLAN-Kameras und müssen natürlich mit den Zugangsdaten des heimischen Routers ( SSID und PWD ) programmiert werden. Das erfolgt mit der kameraspezifischen App auf dem Smartphone. Bei der  Sricam ist sogar die mitgelieferte Anleitung und die App ganz brauchbar!

Nach der Installation sollte man im Router unbedingt überprüfen, daß die IPCAM auch keinen internetzugang mehr hat. Bei der Fritzbox sollte man dazu die Freigabe bzw. das Zugangsprofil für die Internetnutzung von „Standard“- auf „Gesperrt“ umschalten. Ansonsten überträgt die Kamera möglicherweise alles in die weite Welt!

Die Installation auf dem NAS

Die Basis-Installation des Synology-NAS mit der SURVEILLANCE-Software möchte ich hier nicht beschreiben, denn dafür gibt es recht gute Tutorials und youtube-Videos. Nachdem das erfolgt ist steht die folgende Weboberfläche zur Verfügung.

Von den verschiedenen dort angebotenen Apps braucht man meistens nur eine Untermenge, die mit rechter Maustaste zum Desktop hinzugefügt wird (siehe folgendes Bild).

Öffnet man die „IP-Kamera“, dann kann man die erste Kamera anlegen. Bei mir ist das die „sricam“, welche man mit „Hinzufügen“ im IP-Kamera-Fenster  sichtbar macht:

Bearbeiten kann man den Eintrag nun in dem folgenden Menue

Die IP-adresse der IPCAM kann man vom Router erfahren oder aber hier im Menue suchen lassen (Vergrößerungsglas). Da die von mir verwendete IPCAM von Sricam aktuell noch nicht in der Liste der originär von SURVEILLANCE unterstützten Kameras enthalten ist, muß man die im Bild verwendeten Parameter verwenden. Der Benutzername  und das Passwort sind auf der Rückseite der Kamera aufgedruckt. Wenn dann mit  „Verbindung testen“ .ein positives Ergebnis kommt, dann ist mit „Speichern“ die Einrichtung der Kamera schon fertig. Jetzt kann man auf den Kameraeintrag der soeben erstellten IPCAM klicken und erhält ein neues Fenster mit dem aktuellen Videosignal:

Jetzt kann man noch weitere Kameras anlegen (2 Lizenzen sind kostenlos enthalten) und sich falls gewünscht die Bilder mit der Live-Ansicht_App ansehen:

Da wir ja auf einem NAS sind, ist eine optionale Daueraufzeichnung überhaupt kein Problem. Mit der  „Chronik“-App kann man sehr komfortabel die Aufzeichnungen ansehen:

Über das Smartphone kann man natürlich sich die verschiedenen Videoquellen auch von extern ansehen. Dazu steht eine geeignete App für IOS oder Android zur Verfügung, die man installieren muß .Damit hat man dann nur eine professionelle  App für alle Kameras zuhause!

Benachrichtigung  versenden

Die einzelne IPCAM hat in der Regel eigene Möglichkeiten, bei Bewegungserkennung beispielsweise eine Email mit optionalem Bildanhang zu verschicken. Das ist bei jeder IPCAM aber immer eine neue Herausforderung, die Bewegungserkennung und die Email-Versendung zu programmieren. Bei SURVEILLANCE ist das aber kein Problem mit der App „Benachrichtigung“. Dabei kann man sowohl Emails, Pushmeldungen als auch SMS verschicken.

Kommunikation mit der Homematic

Dieser Abschnitt ist natürlich für den ambitionierten Homematiker von besonderem Interesse, denn man möchte beispielsweise in Abhängigkeit von erkannten Bewegungen gezielte  Aktionen mit der Homematik auslösen. Das kann ein Aussenlicht sein, welches bei Bewegung eingeschaltet wird, das kann aber auch eine Sprachausgabe sein, die bei erkannten Geräuschen gestartet wird. Entscheidend ist auch hierfür die bereits genannte „Benachrichtigung“-App, denn wir wollen in Abhängigkeit von Events die CCU benachrichtigen. An einem einfachen Beispiel möchte ich das Vorgehen aufzeigen.

Die Aufgabe soll sein, bei erkannten Bewegungen auf der CCU eine logische Systemvariable auf true  zu setzen. Falls diese Variable nicht nachgetriggert wird, soll nach einer programmierbaren Zeit sie wieder auf  false gesetzt werden. Dazu definieren wir auf der CCU eine neue Systemvariable, wir nennen sie „sricam“ und legen sie als logische Systemvariable fest. Dann machen wir eine einfaches WebUI-Programm, welches diese Variable beispielsweise nach 60sec wieder zurücksetzt:

Die CCU-Systemvariable muß natürlich von SURVEILLANCE bei Bewegung auf true gesetzt werden. Das passiert mit der „Aktionsregel“-App. Das ist ein sehr leistungsfähiges Werkzeug, um in Abhängigkeit von Kamera-Events etwas auszulösen. Wir wollen jetzt aber  „nur“ die CCU-Systemvariable bei Bewegung auf true setzen. Dazu öffnen wir die Aktionsregel-App…

und öffnen den Reiter „Bearbeiten“…

und weiter den Reiter „Ereignis“…

… und den besonders wichtigen Reiter „Aktion“:

Hier muß man als URL einen bestimmten String eingeben, um die CCU-Systemvariable  (hier mit dem Namen sricam ) auf true zu setzen. Der String muß den eigenen Verhältnissen angepasst werden, in dem man  myCCUip durch die IP-Adresse der eigenen CCU ersetzt. Hier die Befehlszeile, die exakt so eingegeben werden muß :

Url:   http://myCCUip:8181/GET/xy.exe?antwort=dom.GetObject(„sricam“).State(„true“)

danach speichern und  kontrollieren, ob bei Bewegung auch in der CCU die Systemvariable sricam auch auf true gesetzt wird und nach einer Minute wieder auf false geht.

Fertig !

 

Robuster Sonnensensor ganz einfach !

Robuster Sonnensensor ganz einfach !

Ein Sonnensensor ist sehr wichtig zur Steuerung der Rolladen , Jalousien und Markisen. Viele verwenden hierfür einen Helligkeitssensor, aber die große Dydnamik des Helligkeitssignals ist mit normalen Helligkeitssensoren meist nur unbefriedigend abzubilden, weshalb ich eigentlich von so einer Lösung abraten möchte.

Deshalb verwende ich einen einfachen und robusten thermischen Sonnensensor, der sich bereits seit Jahren ausgezeichnet für die Steuerung meiner Rolladen bewährt hat. Mehr dazu hier:

https://www.stall.biz/project/sonnensensor-fur-jalousien-und-rolladensteuerung

In diesem Post möchte ich einen noch einfacheren Sonnensensor vorstellen, der fast ohne Werkzeug auch von einem Nicht-Heimwerker nachgebaut werden kann. Dabei werden mit Bedacht nur Materialien verwendet, die eine langjährige Verwendung bei alle Wind- und Wetterbedingungen aushalten. Insbesondere Sonneneeinstrahlung und Feuchtigkeitseintritt sind immer wieder eine Herausforderung bei der Gestaltung von Sensoren!

Lange genug geredet, jetzt folgt das Kochrezept für den Nachbau!

Die wenigen Zutaten:

  • Ein Kleinverteilergehäuse aus Kunststoff, das  sehr gut wassergeschützt (Dichtung!) und für den Aussensatz geeignet ist. Geeignetes  Kunststoffmaterial ist oft glasfaserverstärkt und aus Hartplastik. Es muß der Sonne einige Jahre widerstehen können. Maße des Gehäuses in mm:  115 x 115 x 60. Bezugsquelle z.B. Baumarkt.
  • Ein Homematic Differenz-Temperatursensor HM-WDS30-OT2_SM . Bezugsquelle kennen wir!
  • Ein Röhrchen aus Messing oder Aluminium, das über den Sensor geschoben wird. Innendurchmesser 5mm, Aussendurchmesser ca. 6mm . Bezugsquelle z.B. Baumarkt.
  • Ein geeignetes Schnapsglas oder Stamper aus der Hausbar.
    Eine optisch ansprechendere Lösung gibt’s hier.

Das folgende Bild sagt mehr als viele Worte:

Folie1

Im Deckel des Kleinverteilergehäuses wird mittig ein 5mm-Loch zur Aufnahme des ersten  Temperaturfühlers gebohrt, in die Seite des Gehäuses wird ein weiteres 5mm-Loch für die Aufnahme des zweiten Temperaturfühlers gebohrt. Dann werden der Differenz-Temperatursensor und die Fühler so in das Gehäuse eingepasst wie man auf dem nächsten Bild sehen kann. Die langen Fühlerzuleitungen sollten so wie auf dem Bild sehr kompakt zusammengerollt werden, damit sie möglichst wenig die Funkabstrahlung behindern.

Dann die Fühler mit Sekundenkleber fixieren und Gehäuse schließen. Der obere Sonnenfühler wird nun (optional) mit einem geschwärzten Messing- oder Aluröhrchen verlängert. Und zum Schluß noch mittig das Schnapsglas aufsetzen  und mit Silikon abdichten. Nicht vergessen, vorher noch ein möglichst kleines Loch (1 mm) neben dem Sensor anbringen, womit ein Druckausgleich erreicht werden soll.

… und fertig ist unser Sonnensensor!

Aufgestellt wird der Sonnensensor natürlich draussen an einem Ort, wo er möglichst den ganzen Tag die Sonne „sieht“. Wichtig ist dabei, daß der seitlich angebrachte Fühler möglichst unverfälscht  die Aussentemperatur mißt. Dazu ist diese Seite nach Norden auszurichten , so daß der Fühler permanent im Schatten ist.

Das WebUI-Programm dazu ist ganz einfach, weil ja bereits im Differenz-Temperatursensor sowohl die beiden Temperaturen als auch die Differenztemperaturen verfügbar sind. Man legt dazu eine logische Systemvariable Sonne_scheint an und verwendet das folgende WebUI-Programm:

sonnensensor_6

Damit bei Aprilwetter nicht die Beschattung dauernd ein- und ausgeschaltet wird, sorgt eine Temperatur- und Zeithysterese für entsprechende „Ruhe“ in der Steuerung. Die Schwellwerte für die Temperaturen muß jeder selbst nach eigenen Bedürfnissen festlegen. Aber das ist im praktischen Betrieb nach kurzer Erfahrung leicht möglich.

Damit auch nur die Rolladen betätigt werden, die von der Sonne bescheint werden, ist die Verwendung meines Skriptes zur Berechnung des Sonnenstandes sehr zu empfehlen.

https://www.stall.biz/project/sonnenstandsberechnung-2-0-fur-rolladen-markisen-lampen

… und weitere Erläuterungen zur Entwicklung geeigneter  Programme zur intelligenten Steuerung der Rolladen und Markisen sind hier:

https://www.stall.biz/project/so-steuert-man-rolladen-jalousien-und-markisen-mit-der-homematic

… und wer selbst keine Wetterstation hat kann sich ergänzende Wetterdaten aus dem Internet holen:

https://www.stall.biz/project/wunderground-wetter-mit-einfachem-hm-skript-holen

Ergänzung 15.09.2015:

Insbesondere wenn bei Aprilwetter die Sonne sehr häufig zwischen den Wolken hervor kommt, ist eine „Glättung“ der Differenztemperatur sinnvoll. Dies macht man mit einem kleinen Skript, das bei jedem neuen Messwert des Temperatursensors (das ist so alle 3 Minuten) ausgelöst wird. Dazu vorher eine Systemvariable sonne_diff_mittel vom Typ Zahl mit der Dimension °C anlegen.

Hier das WebUI-Programm:

webui_mittelwert

und das zugehörige HM-Skript:

!skript zur berechnung des mittelwertes der sonnentemperatur
real tau = 0.1;   ! 1 = keine mittelung ; kleinere werte, umso stärker ist mittelung
real Sonne_Diff_Tur = dom.GetObject("BidCos-RF.KEQ0543406:4.TEMPERATURE").Value();
!WriteLine(Sonne_Diff_Tur);
real Sonne_Diff_Mittel = dom.GetObject("sonne_diff_mittel").Value();
!WriteLine(Sonne_Diff_Mittel);
real Diff= Sonne_Diff_Tur - Sonne_Diff_Mittel;
Sonne_Diff_Mittel = Sonne_Diff_Mittel + (tau *Diff);
!WriteLine(Sonne_Diff_Mittel);
dom.GetObject("sonne_diff_mittel").State(Sonne_Diff_Mittel );

Danach muß nur noch im WebUI-Programm sonnescheint die gemessene Differenztemperatur durch die neue gemittelte Temperatur ersetzt werden. Das sieht dann so :

sonne_scheint

Das Ergebnis ist eine „geglättete“ bzw. gemittelte Differenztemperatur, wie man im folgenden Diagramm schön sehen kann. Aufgezeichnet ist typisches Aprilwetter:

Viel Erfolg beim Nachbau!